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Das vernam ein junger kuecht,
Der do kam geslichen rechtGar stil au der want,
Vnd das er mein pedte vant.
5 Ich tet, als ob ich gar ser slieff,
Ynd gedacht, das er mir neür nicht hin lieff.
Gar Stil er vnter die deck kroch.
Sein nieder cleyd er gen mir abzahYnd tet mit weidentlichen Sachen10 Gar palde ein frawen auß mir gar lieplichen zu machen.Do kom ein alt weip gegangen,
Die ward von in gar schon enpfangen.
Sie sprach: tliut diese red hin,
So 1er ich euch ein syn,
15 Dauon euer meydtum wirt heil.
Grabt ein wortz, die heist garten geil!
Darzu nempt RitterspornVnd ein winig hag dorn,
Auch des marckes von eynem Siegel20 Vnd des gehirns von eynem wedel!
Nempt auch der glocken klangVnd der nachtigal gesangk,
Des odems von eynem schafe
Vnd ein quentein, das ich heint slaffe,
25 Darzu die Weisheit von eyner kalben!
Darauß macht ein salben!
Rosenmilch vnd tracken plutIst auch dafür gut.
Darzu solt ir euch30 Mit der salben streichen,
So wirt eür meydtum wider reichen.
So wöll wir ein clugen synn treffenVnd wollen etzwan ein schelm effen,
Der selb mues schänden decker sein.
35 Also endet sich das Reimlein.
4. ? Unz. 8. ? abzoch. 35. Dieses stück, eines der mindest an-stößigen seiner art, mag als repräsentant für eine reiche gattung ähnlichergeschichten ans der zweiten hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts gelten, in