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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Eur kunst soll gantz an mir ergan.

Da ich mein artzney hett beraittVnd sy sich hett zu mir geleittVnd ich den maißel do ward recken,

5 Da ward sy auch irn schaden plecken

Vnd schob den maißel selb darein,

Ob dester ee nem end ir pein.

Vast rieren ich alda hegan.

Vnd da wir daz getriben an10 Ain stund oder anderhalh,

Da schrey sy: maister, eur salbDie hatt ir krafft zu mal verlorn.

Seid ich euch zu artzett hab erkorn,

So ruckt das pflaster baß heran,

15 Ee mir der rnayßel gar engang.

Eur ärtzney ist gantz entwicht

Vnd hülfft mich für mein kranckhaitt nicht.

Do thett ich alles, daz ich mocht,

Bis daz mein pflaster nymrner dacht.

20 Da Jch jr das pflaster da auff gelait,

Da sprach dy fraii stoltz vnd gmait:

Maister vnuerzigenn,

Hs. 42,275 Lat mir das plaster lenger ligenn !

Ich gib euch hundert krau.

25 Last mir es die nacht am leib stan!

Wan Jr mir das pald herab ziigt,

So wiird die erczney gancz enbicht.

Seit Jr der chünst ain weiser man,

So trück mir das pflaster paß heran.

30 Jch drück als lang, als ich mocht,

Pis das das plaster nymer tächt.

1. C kunst die soll an mir zergau. 20. B Als ich yr das pflaster

auffleit. C Jch wolt ain weyl gcruett han. 21. B Do sclirey. C Do hub

die fraw zu schreyeu au. 22. B Meister gar umverziegen. 23. B Last.C Lassend mir dz pflaster. 24. Diese und die nächste zeile fehlen A.

C hundertt pfuud zu lou. 25. C Last mirs die nacht am bauch beston.

26. In C fehlen diese 3 reimpaare. B Villeicht das yrs ah ziecht. 27. B Soist eur kunst gantz entwicht. 28. B kiinsten ein rechter man. 29. B drückt.30. B rückt als lang ich. 31. B Vntz das mein pflaster nymrner docht.