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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 2,99c VON DEM STRIEGELEIN.

Es was hie vor gesezzenEin kung so vermessen,

Der was edel vnd reich5 Vnd het eyn dochter mynnecklich,

Die was so edellich gestalt,

Wer bey ir solt werden alt,.

Der mögt wol von freuden sagen.

Do die jungfraw kam zu irn tagen,

10 Der kunig zu seiner frawen gie.

Er sprach: fraw, ratent, wieWerd wir vnser tochter an,

Hs. 2, 99 d Daz wir sie geben einem man ?

Die fraw sprach zu hant,

15 Do ir die rede wart bekant:

Es diinckt mich wol getan.

Greift es mit wiczzen an!

Die red daucht sie beyde guet.

Sie hyssen die dochter wolgemuet:

20 Wie dunckt es dich gut

(Du bist lanck vnd groz),

Ob ich dir deinen genosGib zu einem man?

Wilt du es stet han?

25 Do sprach die dochter san: i

Yatter, ich wil keinen man,

Dann der d*es niht enhab,

Do von man kint trag.

Dochter, du hast tvmmen sit;

1. Steht auch in einer Wiener hs. S. Hoffmanns Verzeichnis s. 99,n. 2885. 22. ? einen. H.