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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 58, 38

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Hs. 58, 38*>

1. Vgl.

VONN DEM ZWATZLER.

Hort, Seyt Jcli vonn wunder sagen soll,

So beweiß ich das mit der warhait wol.

Mit der warhait wil ich beweisen das,

Daß ein knabe bey ainer dirn 'saß.

Vmb was er sie batli, das thet jr zorn.

Tribstus es ymmer zu, es wer verlorn.

Jr paydes werben was also stoltz.

Jr paider vater vnd muter furen gen holtz.

Do nun Jr muter gen marck was ganngenVnd ließ das tochterlein allain dahaymen,

Dem knaben komen die mere haym,

Wie das tochterlein allein wer da haym.

Er kloppffet an jr vennsterlein.

Stee auff, lies lieb, vnd laß mich ein!

Das er vnnter seinem geren trug,

Das was hupsch vnnd klug.

Sie sprach: hertzes lieb, was ist das?

Er sprach: es ist mein zwatzlerVnd des lannds pallirer.

Sicherlichen, liestu dich damit bestreichen,

Es ging dir sicher dester pas.

Jch wais nit, was er Jr gehieß,

Dann das sie sich damit bestreichen ließ.

Es thet Jr Sicher also Sannfft,

Das sie weder hennd noch fueß enpfandVnnd auch aller jr gelider.

Sie sprach: lieber zwatzler, halt dich herwider!Des wart jr muter gewar.

Sie nam das töchterlein bey dem har.hs. 2, 112c. 15 . ? liebs. Vgl. s. 408, 4.

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