VON DEM PFAFFEN IN DER REUSEN.
Hs. 60 ,75 Ich mercke an der weite pflicht,
Das kurtzewil ist anders nicht,
Wan vnzucht vnd gitickeit.
5 Was man singet oder seit,
Das hat man für ein toren spil.
Darvmb ich doch nit lossen wilDurch kurtzwil zuo stürSagen vch ein abentürio Von eynern werden vischer guot,
Der ye vor schänden was behuot.
Der saß by eyner bürge zuo tal,
Da das wasser sinen valNam vber manchen herten flinß.
15 Dauon gab er sinen zinß,
Vnd was er guotter fisch gefieng,
Die bracht er sinem herren yeVff die bürg zuo miete dar.
Er hette ein wip nach wünsche gar,
20 Die den briß vor allen frauwen truog.
Schöne vnd hübsch was sie genuog
1. Gedruckt nach einer handschriftlichen notiz Veesenmayers unter demtitel: der verliebte pfaffe. Jena, 1730. IV 2 bogen 8. Den druck habe ichnie gesehen. Die abveichungen in hs. 2, 39° bezeichne ich mit B. Hs. 60hat keine Überschrift. 2. B Mercket nach der. 3. B Ir kürczweil. 4. B W'azman synget oder seit. 5. B Ynzücht vnd da bey trunckenheit. 6. B Hantsie für. 7. B Da von ich nit. 8. B Aller werlt zue stewr. 9. B Wil ichsagen ein. 10. B einem fysclicr wol gemuet. 11. B Der vor schänden ist.12. B vnder eyner pürge. 13. B Da man dez waßers val. 14. B Sachrynnen über eynen herten vels. 15. B gab der fyscher zynß. 16. ? gevie.19. B hett ein frauwen wünne far. 20. B Dye preiß für ander. 21. B Hübschvnd schön waz sie klueg.