310
Hb. 2, 107 DER PFAFF MIT DER SNUER.
5
1-Is. 2, 107b
10
15
20
25
Es ist ein verlorn erbeyt,
Wer in schalle ein mer seyt.
Es dem sager get, als man nit lost,Als dem steltzer auff dem mos.
Wolt ir herschafft gestemenYnd ein beyspel verneinen?
Das hon ich' gedichtet,
Mein syn hot es verrichtet:
Jr solt ermercken dester bas.
Ein man in eim dorff saß,
Der het ein schönes weyp.Mynnecklich waz ir der leyp.
Sie waren junck und beyde reich.Die fraw was gar sewberleich.
Ein pfaff in dem dorff saß,
Der vil wol sanck vnd laß.
Der ging zur kirckcn. für ir türDie fraw dick trat her fürVnd begond den pffaffen grüeßenMit hübschen Worten süßen.
Ffraiv, wolt ir mit vnsiten,
So wolt ich eins dinges biten;
Vnd vaht ir das in zorn,
So bin ich der verlorn.
Sie sprach: her, wes muet ir?
Daß sult ir sagen mir.
Lat mich wißen, wes ir gert!
1. Ähnlich die erzählung in F. II. v. d. Hagen Gesammtabenteuer 2,337. xlij. 4. ? Ez get dem sager. 22. ? niht unsiten.