Druckschrift 
Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
Entstehung
Seite
303
Einzelbild herunterladen
 

303

Vnd sprach: frawe, du lißt mich nye.

Du hast mir gütlichen getan;

Des sol ich dich genyßen lanHewt vnd zu allen stunden,

5 Das du so eben hast funden

Ein puß, das ich mein äugen han.

Cgm. 713 4 ,61 b D arumb saltu herab gan

Vnd auch dartzu der schuler.

Dem sullen wir der mere10 Lonen hie an diser stat,

Daß er mir geholffen hat.

Die frawe ging herabVnd auch dartzu der schon knab.

Der plint vil ym zu fussen Vnd sprach mit wortten süssen:

Gote in seinem reichDer dannck euch gnedigleich!

Wir sullen in frewden lebenVnd sullen dem schuler geben20 Etzwas vmb sein arbeyt. _

Das was der frawen nit leyt. , ?

Zcehen pfunt pfenningDie wuge er also geringVnd pote sie dem schuler dar.

25 Das nam Sandt Peter eben war.

Er sprach: Herr, sol ich dem plinden sagen,Ob er das weip icht wolle slagen?

Hs. 59, no b Ja, Peter, das sey erlaubet dir!

Cgm. Tistes Zcu hant ging er zu ir30 Vnd sprach: got grus dich!

Es hat übel gemuet michDas, das du dem plinten hast gethan.

Das wil ich yu-wissen lau.

Si sprach: lug, man, das ist der,

35 Der nach mir ist geloffen liere

Vnd mir wolte gewendet hanDie puß, die ich dir habe gethan,

Wan er sehe dich gern plint