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Erzählungen aus altdeutschen Handschriften
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Hs. 62, 73 VOM KAUFFMAN ZU BASEL.

Ains mals ain reicher kauffman waz.

Zu Basel er mit liauße saß.

Er liett ain weih, waz stoltz vnd gayl,

5 Dar durch sy iren leib macht fail.

Ain stoltzer Jüngling in der StattIn dem sy dann zu ratt auch batt.

Irs kündes am vnd auch ir mayd,

Den ward von in auch zugesäitt,

10 Söllich pulschafft in der styll zn treiben.

Wie die daz triben, laß ich pleiben.Dann, als der kauffman ainest auß war,Daz weih schickt zu dem Jüngling dar,Kurtzweil mit ir zu kan die zeitt.

15 Daz ward getriben ymmer seid.

Vnd als den tag, die zeitt vnd stundIr kains im liauß uit wissen kund,

Da nun der man zuktinfftig waz,

Begab sich nach aim mittag daz,

20 Daz der kauffman geritten kam.

Die fraw in pald an arme nam,Empfieng in hundert tausent stundVnd lcust in offt an seinen mund.

Des gleich empfieng in Am vnd mayd.

25 Vnd als er liett von im geleitt

Hutt, styffel, kappen vnd das schwertt,Er nach der nhie ain ru begerttVnd kerett zu seim bett durch rast.

Vnd als er vngeuar dar dast,

9 . ? im.