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IIs. 62, 71
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VOM RITTER MIT DER ROSSHAUTT.
Ain ritter waz im Oberland,
Der waz ain dienstmann wolbekantt.
Des fraw die liett den übermutt,
Die wolt nun tragen klayder guttDa mit der hertzogine reich.
Ir bayder kab waz vngeleich.
Er waz ain armer dienstemanVnd auch dem hertzog vnderthan.
Er waz sein verschribner diener.
Darumb so waz ez im ze schwer,
Es waz im also seer vnd layden,
Daz er sein frawen solte klaydenWol nach der hertzogine statt,
Die hett ain schönes gwand mit rattBeraittet zu der selben stund,
Daz kostet mer, dann hundertt pfund.Die dienst fraw die sprach da zu handZu irem man: ain söllich gwandDaz muß ich han an meinem leib,
Wölt ir haben ain guttes weib.
Do sprach der arme diensteman:
Ach, fraw, daz hörett vnß nit an,
Ob wir es an dem gutt vermechten,
Daz wir vns als hofferttig echten,
Auch als die hertzogin reich;
Wann vnßer hab ist ir nit gleich,
Der vnser rechten herreschafft.
Waz er da redt, daz hatt nit kr afft.
Die fraw wolt daz gewande hau.
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