Hs. 62,75b AIN SPRUCH VON DREYEN MANNEN,DIE AB IREN WEIBERNN KLAGENN.
Ich stand ains mals ain ainem ortt.
Da hortt ich dreyer man wortt,
5 Die klagten ab den weibern wunder.
Yegklich satzt sein klag besunder,
Darmitt der erst hub an vnd saytt.
Er sprach: ich stee in grossem laid.
Das schafft, daz ich ain frawen han,
10 Mit der ich mich nit mag began,
Die ich erst ferd hab gnomen laider.
Hetir will sy von mir habenn klayder,
Als ob sy sey wappes gnoß.
Sy tritt da her vnd dunckt sich groß15 In scharpffen schlayern vnd in rocken.
So kan ich kaum die hautt bedeckenn.Ynd waz sich ainer mag bedencken,
Daz will mein fraw nun an sich henckennVnd thutt sich damit fiirsptitzenn.
20 Wa sy dann an aim hairlöß sitzen,
Daz sy ersieht ain newen Sitten,
Wie ainer ist ir rock geschnitten,
Daz er do hinden hatt ain kleffl,
So komptt sy haim vnd spricht: du leffl!25 Kauff mir auch, daz an tregt mein gespil!
Vnd begertt des dings von mir so vil.Kauff ich ir nit ain schöne struppen,
So macht sy mir die ergstenn suppen,
Daz ich wölt lieber wasser lappen.
3. ? an.