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Einführung in die psychiatrische Klinik : zweiunddreißig Vorlesungen
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Alkoholische Geistesstörungen.

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meister sandte mittelst einer glühenden Schere heiße Strahlengegen seinen Mund, so daß seine Lebenskraft allmählich schwand.Auf seine Bitte erhielt er ein Glas Rotwein; ein weiteres Glaswurde ihm von Satanas selbst mit grinsendem Lächeln ab-geschlagen. Er sagte dann unter allerlei frommen Ermahnungenden Umstehenden Lebewohl und verschied; gleichzeitig wurdenihm auch die Leichen seiner drei Töchter an die Seite gelegt. ImJenseits wurde er nun damit bestraft, womit er auf Erden gesündigthatte: er fühlte beständig einen unheimlichen Durst; so oft er abernach Krug oder Glas griff, verschwanden sie aus seiner Hand.

Am nächsten Morgen lag er wieder lebendig auf der Toten-bahre im Ochsen, die Kinder ebenfalls, in Gestalt von weißenHasen. Es fand Umzug der Katholiken statt; dabei mußte er selbstmitwirken, indem er während des Absingens von Litaneien imNebenzimmer derKrone auf eine Unzahl am Boden liegendergoldener Brillen drücken mußte; es gab jedesmal einen Schuß.Die Teilnehmer am Umzuge berieten nun, ob er bloß durch-gehauen oder ganz tot geschlagen werden sollte; die Kronenwirtinwar für das erstere unter der Bedingung, daß er dauernd bei ihrwohnen müsse. Er wollte aber fort, weil er kein Bier bekam; dannkam ein Wachtmeister zu seiner Befreiung; der Kronenwirtschoß auf denselben mit dem Revolver und wurde ins Gefängnisabgeführt.

An einem anderen Abende war die ganze protestantische Ge-meinde in der Kirche zu einer Feierlichkeit, deren Mittelpunkt einKorpsstudent bildete, der vor Beginn des Gottesdienstes mit50 Kommilitonen auf kleinen Pferden eine Art Zirkusvorstellunggab. Später bemerkte der Kranke, daß seine Frau sich mit einemVerwandten in einen Kirchenstuhl zurückzog; er beobachtete daraufmit einer barmherzigen Schwester, hinter der Orgel versteckt, wiejene das Heiligtum entweihten. Sodann war er in der Kirche ein-geschlossen; schließlich sägte der Glaser ein Loch in das Kirchen-fenster, damit wenigstens Bier hereingereicht werden konnte. BeimAnkleiden waren alle Ärmel und Löcher verstopft und zugenäht,die Taschen aufgetrennt. Im Bade sah sich dann der Kranke von 7unter Wasser schwimmenden Hasen umgeben, die ihn beständigbespritzten und benagten.

Die hier in kurzem Abrisse wiedergegebene Schilderung der