Epileptisches Irresein.
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während sein Vater an Epilepsie gelitten hat. Wenn also auch dieKopfverletzung eine Rolle bei der Entstehung seines Leidens ge-spielt hat, so ist doch nicht außer acht zu lassen, daß bei ihmwahrscheinlich von vornherein schon eine gewisse Veranlagungzur Epilepsie vorhanden war.
Die beiden besprochenen Fälle haben uns bereits gezeigt, daßdie Mannigfaltigkeit der epileptischen Störungen eine große ist.Außer den eigentlichen Krampfanfällen haben wir Ohnmächten,Schwindelanfälle, Dämmerzustände und Verstimmungen kennengelernt. Alle diese verschiedenartigen Erscheinungsformen derEpilepsie können sich in demselben Falle miteinander verbinden;sie schließen sich bisweilen aneinander an, und sie zeigen sämt-lich die gleiche, grundlegende Eigentümlichkeit der Periodizität.Schon Sammt hat daher die Ansicht ausgesprochen, daß diese an-scheinend so verschiedenen Störungen doch nur gleichwertigeÄußerungen eines und desselben Krankheitszustandes seien, daßsie einander gewissermaßen vertreten könnten. Er schlug daherfür die mannigfaltigen Gestaltungen, welche der epileptische Anfallannehmen kann, die Bezeichnung der Äquivalente vor, um da-mit anzudeuten, daß sie nichts als Ersatzformen des eigentlich fürdie Epilepsie kennzeichnenden Krampfanfalles seien. An dieserAnschauung ist jedenfalls so viel richtig, daß wir alle die ange-führten Störungen und noch manche andere in der Tat als Zeichender epileptischen Erkrankung anzusehen berechtigt sind. Wo einederselben mit Sicherheit beobachtet wird, sehen wir früher oderspäter meist auch noch diese oder jene andere Erscheinungsformdes Leidens auftreten. Im einzelnen Falle kann dabei die klinischeAusbildung eines jener Äquivalente überwiegen, während sichandere seltener und schwächer einstellen. Maßgebend für dieDiagnose ist dabei, wie ich glaube, nur die häufige und ganzgleichartige Wiederkehr der übrigens alle einem umgrenztenFormenkreise angehörenden Störungen ohne äußeren Anlaß.Unter diesem Gesichtspunkte würden die Krampfanfälle, auf dieman gewöhnlich das größte Gewicht für die Feststellung der Epi-lepsie zu legen pflegt, zwar ein sehr wichtiges und wahrscheinlichdas schwerste Zeichen der Krankheit bilden, aber wir werden unterUmständen auch solche Krankheitsfälle der Epilepsie zuzurechnenhaben, in denen niemals Krampfanfälle aufgetreten sind, wenn nur