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An Paul Erman
zum Geburtstag.1824.
Ich bin nach Weisheit weit umher gefahren
Auf ödem Meer nach Süden und nach Norden,
Ich habe viel gesehen, viel erfahren
Bei zahmen Leuten und bei wilden Horden:
Die Weisheit, sprach man, kommt nicht vor den Jahren, —Ich aber bin ein alter Mann geworden;
Doch will mir meine Weisheit klein erscheinen,
Ich bin noch über nichts mit mir im Reinen.
Noch über nichts, es sei dies eine nur,
Ich bin um nichts noch klüger als zuvor.
Die Kunst, die Wissenschaft und die NaturVerfolgt ich unablässig, armer Thor,
Mit irrem Schwanken auf unsichrer Spur,
Die bald erschien und wieder sich verlor;
Wohl jener Schah war mein vermeintlich Gut,
Der unterm Fuß des Regenbogens ruht.
Sag', feiner Knabe, mir, daß ich es lerne,
Das Vortelchen, wie du es angestellt;
Wir sah'n erst Vierzehnmal dieselben Sterne,*)
Die deinen Eintritt in die Welt erhellt;
Du leuchtest schon aus nngemess'ner Ferne,
Ein Stern der ersten Größe vor der Welt;
Es können noch nur Sterne dich erreichen,
Du fängst sie an als Anerkennungszeichen.
»> 18lü war Erman als Professor der Physik an die Universität Berlinberufen worden. Vgl. Bd. 5. S. 11. Anm.