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An Fra» von Goethe.
1830 .
<AlS Einleitung zu der Idylle aus der Tonga spräche S. 225.)
Du öffnetest zu heiterm Spiel die Bahn,
Chaotisch drängt um dich sich eine Welt,
Es blühen Blunien und erschallen Lieder,
Und neckend willst du, daß im LustgewühlAuch meine Stimme sich erheben soll.Mißdeute, Herrin, nicht den fremden Gast,
Den ungewohnten deines Glanzes; laßIhn schüchtern schweigen, und die Saiten nichtVersuchen zu des eignen Liedes MißlautVor dir und Ihm, dem Meister des Gesanges,Dem Fürsten cw'ger Jugend und der Lieder,Den stumm nur zu verehren ihm geziemt.
In fremder Zunge schallt ein Lied herüberAus jenem Meerumspülten Sitz der Freude,Dem heil'gen Tonga. — „Wilde" hörtest duDie Sänger schelten, aber mir erschienen,
Die so sie schalten, selber nur Barbaren.
Laß in der Sprachen dir gefälligenVerwirrung auch erklingen diesen Sang.Befleißen will ich mich, die Worte dirZu deuten, weigert auch sich unbeholfenDer Ernst der Muttersprache sich zu fügenDem Kindergleichen Laute der Natur.