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2 (1864)
Entstehung
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Ein And'rer, der ihm ähnlich ganz,

Stand harrend neben ihm und groß,

Doch in der Jugend Reiz und Glanz,

Mit heit'rer Stirne, regungslos,

Der Stille gleich, die Sturm versprichtEin Luftgebild war dieser nicht.

Da scholl ein dumpfer KlagelautHerüber von Europas Strand:

Den Böllern Weh'! die je gebautAuf Fürstenwort und Ehrenpfand;

Durch Meineid, Kerker und SchaffstBeherrschet Sklaven der Despot.

Und laut und lauter, donnerglelch,

Und drohend schwoll das Wehgeschrei,

Und die Tyrannen wurden bleich,

Sie wußten, was Verzweiflung sei,

Die wider Unterdrückung ringtUnd die Vergeltung spät erzwingt.

Noch lauschet ernst und still vielleicht

Der mächt'ge Geist: wie lang es währt!Nun regt er sich aufathmend, reichtDem Sohne das zerbroch'ne Schwert,

Das sich in starker Hand ergänztUnd hell, wie einst bei Lodi, glänzt;

Und spricht: es ist nun an der Zeit!

Um Freiheit kämpft die Welt, brich ans!Brich auf, mein Sohn, und in den Streit!

Bezeichnet ist dein Siegeslauf;

Dein Vater saß auf einem Thron,

Du, Größ'rer, wirst ein Washington.