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2 (1864)
Entstehung
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248
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Außer sich vor Vergnügen und Spannung, hing er an meinenLippen, bis ich vollendet hatte; nicht erwarten konnte er, die per-sönliche Bekanntschaft des Dichters zu machen, und, sonst jederNachahmung so abhold, widerstand er doch der Versuchung nicht,die Idee des verlornen Schattens in seiner Erzählung: Die Aben-teuer der Sylvesternacht*), durch das verlorne Spiegelbild desErasmus Spikher, ziemlich unglücklich zu variiren. Ja unterdie Kinder hat sich unsre wundersame Historie ihre Bahn zu brechengewußt; denn als ich einst, an einein Helle» Winterabend, mitihrem Erzähler die Burgstraße hinaufging, und er einen über ihnlachenden, auf der Glitschbahn beschäftigten Jungen unter seinenDir wohlbekannten Bärenmantcl nahm und fortschleppte, hielt dieserganz stille; da er aber wieder auf den Boden niedergesetzt war, undin gehöriger Ferne von den, als ob nichts geschehen wäre, weitergegangenen, rief er mit lauter Stimme seinem Räuber nach: wartenur, Peter Schlemihl!

So, denke ich, wird der ehrliche Kauz auch in seinein neuen,zierlichen Gewände Viele erfreuen, die ihn in der einfachen Kurtkavon 1814 nicht gesehen; Diesen und Jenen aber es außerdem nochüberraschend sein, in dem botanisirenden, weltumschiffenden, ehemalswohlbestallten Königlich Preußischen Offizier, auch Historiographendes berühmten Peter Schlemihl, nebenher einen Lyriker kennen zulernen**), der, er möge malayischc oder lithanische Weisen anstimmen,überall darthut, daß er das poetische Herz auf der rechten Stelle hat.

Darum, lieber Fouque, sei Dir am Ende denn doch noch herzlichgedankt sür die Veranstaltung der ersten Ausgabe, und empfangemit unfern Freunden meinen Glückwunsch zu dieser zweite».

Berlin, im Januar 1827.

_ Eduard Hitzig.

*) Fantastestncke in Callot's Manier, im letzten Thcil. Bergt, auch: AusHoffmann's Leben und Nachlaß. Bd. II. S. 112.

**) Die zweite Ausgabe des Peter Schlemihl hatte einen Anhang vonLiedern und Balladen des Dichters, worauf sich dies bezog.