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2 (1864)
Entstehung
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177
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Ein Stern der Vorzeit stand im Niedergange,

Als Luther aufstieg, der, ein Held, befreitDie halbe Welt vom schnöden Geisteszwange.

Was Großes er vollbracht, war an der Zeit;

Nur mußte, wo das Licht nicht eingedrungen,Sich grimmiger erneu'n der alte Streit;

Denn wirrer hatte sich der Knaul geschlungen,

Derweil im Schwung das Rad der Zeit gerolltUnd nnvernommen, was sie schrie, verklungen.

Das Licht, das mild erhellen nur gesollt,

Es ward zum Blitzstrahl, und in UngewitternWard grausig Schuld und aber Schuld gezollt.

Wir sahen rings um uns.den Boden zittern,

Und sah'n in Blut und Aufruhr und EmpörungDer Throne morsch gewvrd'nes Holz zersplittern.

Im Finstern haust Berrath nur und Verschwörung;Vom sonnenhellen festen Ufer sahenWir unbefährdet zu der Weitzerstörung;

Wir, die von Vaters Händen schon empfahenDie Guter, denen nach sie jagen, ohne,'

Vom Schein verlockt, den gleißenden zu nahen.

Heil ihm, der weis' und stark auf festem ThroneMit Unsrer Liebe schirmend sich umgiebt,

Aus Gold der Treue schmiedend seine Krone;

Den wie ein Sohn ein jeder Preuße liebt,

Vor dessen Fuß ausbrandend ohne SchadenDer Zeit empörter Wellenschlag zerstiebt.

Heil dir, der, ihm zunächst im Glanz der Gnaden,Das edle, treue, waffenfrend'ge RoßHilst lenken an der Liebe Seidenfaden,

Das Roß, vor dessen Hufschlag der Koloß,

Der lastend auf Europa einst gelegen,

Gleich einem eitlen Nebelbild zerfloß.

II.

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