341
Ob der Halbmond unterliegt?
Ja, die Christusstreiter warenStark in harten Kampfs Gefahren,Ja, es hat das Kreuz gesiegt.
Neun Tag' ist das Blut geflossen;Der Barbaren wilde Horden,
Die sich rings ins Land ergossen,Fangen Menschen ein und morden;Heerdenweise Heimgetrieben,
Wie sie fest im Glauben blieben,Sind dem Tode sie geweiht;Wen'ge sparet man zu Sklaven;Sie zu feilschen sind im HafenFränk'sche Schiffe schon bereit.
Von den Bergen niederwallenSieht man einen neuen Haufen;
Diese sind, ach! abgefallen,
Sich vom Tode loszukaufen;
Türken, welche sie begleitenUnd voran dem Zuge reiten,Triumphiren hoch entzückt;
Doch sie selbst mit dumpfem SchweigenUnd mit Schamerröthen zeigen,
Wie die Schmach sie niederdrnckt.
Wie zum Richtplatz sie gelangenUnd dem Tod ins Auge schauen,Dort, wo ihre Brüder hangen,Ueberwinden sie das Grauen;
Es erfaßt sie, und sie bebenBor der Sunde nur, dem Leben,