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teil wurde 1 ), abgeordnet waren, so können diese „Bilder“ nichtmit den von Carion erwähnten, mit jenem Kreuze zugleichanlangenden Brustbildern des Mauritius und Stephan identischsein. Dass aber auch die Augsburger Bilder für Halle be-stimmt waren, Wird durch den Befehl Albrechts wahrschein-lich, dass sie nach ihrer Vollendung nach Leipzig geschicktwerden sollen.
Neben Augsburgern werden uns hauptsächlich NürnbergerMeister, Genossen der Krug und Sidelmann, genannt, beidenen der Cardinal seinen Bedarf an Goldschmiedewerken be-stellte. Doch erfahren wir zumeist nur ihre Namen und dieSumme, die ihnen Albrecht schuldete, oder hören nur vonWerken, die sie zu weltlichem Gebrauche liefern. Doch seienwenigstens ihre Namen genannt. Mit Benedict Brauns-korn, Bürger und Goldschmied zu Nürnberg, wie er sichselbst nennt, stand Albreclit nachweislich vom Jahre 1528 biszu dessen Tode zu Anhing des Jahres 1534, namentlich durchSchenitz, der freilich auch vielfach Geldgeschäfte mit ihm ab-schloss, in Beziehung 2 ). Von Hans Kob erg er kaufte derCardinal ein Kleinod mit einer Uhr, also doch wohl zu welt-lichem Gebrauch bestimmt, trotz des Crucifixus, der das Werkbekrönen sollte 3 ). Auch von Bo na Ventura Hurtenbachund Balthasar Nickel bezieht der Erzbischof Goldsclnnied-waaren 4 ). Nickel wird gelegentlich als „Kaufmann“ bezeich-net, doch dann auch wieder „Bürger und Goldschmied zuNürnberg“ genannt 5 ), wozu wir'noch erfahren, dass bei ihmdie Verfertigung von Waaren bestellt wird. Bei AlbrechtsTode beträgt seine Schuldforderung 1050 fl., die ihm durchÜberlassung einiger Kleinodien erstattet wird. Er befindet
1) Fr. v. Bezold, Gesell, der deutsche» Reformation S. 654.
2) Beilage 18, S. 74*. — Beilage 9, S. 19*. — Brief Albrechts anSchenitz 24. Februar 1534, Beilage 27.
3) Beilage 9, S. 21 *.
4) Brief des Martin Frantz an Albreclit vom 30. Juli [1530?], im Magde-burger Archiv. — Kaufvertrag zwischen Albrecht und Balth. Nickel 22. Juni1541, Würzb. A. — Dass Wenzel .Tanmitzer für Albreclit gearbeitet hätte,wie May und viele nach ihm behaupten, wird uns nirgends überliefert, istauch nicht wahrscheinlich, da dieser Goldschmied erst 1534 das Meisterreeliterwarb (Rettberg, Nürnbergs Kunstlehen S. 161).
5) Beilage 42, S. 222* u. 226*.