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Vievpässen an den Enden wird getragen von einem Fasse,der liier mit einem „Kopfe“, also wolil mit einem rundenKnaufe versehen sein soll. Der Crucifixus in der Mitte desKreuzes soll von eitel Diamanten sein, desgleichen ein Davidüber dem Gekreuzigten, am oberen Kreuzarm, und am unternein S. Georg. Das ganze Kreuz aber soll herab bis auf denFuss ungemein reich mit kostbaren Edelsteinen, vornehmlichmit Diamanten, Kabinen, Saphiren, sowie mit Perlen, die allein,an Zahl 987, 1 Mark 14 Lot wiegen , besetzt werden. Be-sonders reicher Schmuck ist für die Pässe, welche die Kreuz-arme abschliessen, vorgesehen. Während im oberen Passeeine Menge Edelsteine und Perlen einen grossen Diamant um-geben, tragen die beiden Seitenpässe ein Gehänge mit einerDiamantrosette und darüber einen Adler, der wohl als Wap-pentier (Brandenburg) aufzufassen ist. Auf der Rückseiteaber, gegen den Priester zu , soll des Cardinais Portrait „inCameo geschnitten“ angebracht werden. Das Gold, das, zu-sammengeschmolzen, dem Goldschmied Haller zugestellt wor-den ist, wiegt 11 Mark 6 Lot 1 Quinte, wozu aber nochmehrere kleinere Posten von mindestens 3 Mark 12 Lot kom-men. Den Wert der Edelsteine und Perlen schätzte man auf40 000 Gulden „uffs geringste“. Sie hat der Cardinal denAusstellern der Urkunde , speciell dem Wilhelm Mertz, derübrigens auch für ihn gearbeitet zu haben scheint Q, in Ver-wahrung gegeben, mit dem Aufträge, ihrem Genossen Hallei'nach und nach den kostbaren Schatz zur Verarbeitung zuübergeben und dafür Sorge zu tragen, dass von den Edel-steinen keiner vertauscht, zersprengt oder veräussert werde,sowie dass .Meister Haller zur bestimmten Zeit die Arbeitvollendet habe. Zudem versprechen sie, die Sache geheim zuhalten und namentlich seiner Zeit das Kleinod „in aller Stille,aufs beste verwahrt“ dem Cardinal zuzusenden 1 2 ).
Die Vollendung des Werkes scheint sieh jedoch um ein
1) Albrecht war ilmi 6000 fl. schuldig- (1532), die Schenitz noch bezahlthat (also spätestens 1534): Ivegenbericht gegen Anton Scbenitz fol. £) u. ®;A. Schenitz' Notwehre fol. £ II u. £ III b.
2) Die Urkunde des Magdeburger Archivs (Erzstift Magdeburg III 27)ist nebst dem dazugehörigen Inventar der Edelsteine etc. abgedruckt vonFr. Niedermayer im Archiv des hist. Vereins iür Unterfranken u. Aschalfen-burg XXVII (1883) S. 207.
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