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zahlreichen Bildnissen des Erzbischofs nirgends wieder be-gegnet. — ■
Besonders reich war auch für die Beleuchtung des Altarsgesorgt: 2 grosse gegossene Leuchter standen auf dem Altar,die Tag und Nacht Licht spendeten, 2 andere standen nebendemselben auf dem Tritte, und 7 weitere waren vor demAltar aufgestellt, während im Winter noch zwei einfacherevon Kupfer, iibersilbert, auf dem Altar verwendet wurden. Anden hohen Festen gebrauchte mau noch einen hohen drei-armigen Leuchter, dazu werden 7 Lampen, nebeneinanderhübsch eingefasst und vergoldet, — wohl ein siebenarmigerLeuchter nach dem Vorbilde des vormals im Tempel zuJerusalem befindlichen, wie wir solche im Mittelalter häufigantreffen — erwähnt, und schliesslich hingen im hohen Chorenoch zwei schöne vergoldete Kronleuchter zu 30 Lichtern').
Als den schönsten Schmuck des hohen Chors aber be-zeichnen Sabinus wie Carion ein Standbild des heiligenMauritius 1 2 * ). Überlebensgross — zwei Spannen länger,sagt Carion, als er selbst — überragte der Heilige all dieGegenstände, die auf dem Hochaltar aufgestellt waren, denschlanken Körper ganz in einen silbernen Harnisch gehüllt.Er stand, wie wir aus einem Verzeichnis des Heiligtums er-fahren 2 ), „im cliore vor dem lioen altar im tabernackel“>während sein Inneres „treffentliclier vil partickel heyligthumbs“barg, „welche zcw erzcelen fast zcw langk wurde“. Auf demTabernakel oder „Gehäuse“, wie es in dem Inventare von 1525heisst und womit wohl ein gotischer Baldachin gemeint ist,sollten 13 Lichter stehen, während 7 grosse gegossene Leuchteres umgaben 4 ).
1) Inventar von 1525, Beilage 17, S. 50*. 42*.
2) Beilage 26, v. 75. — Voigt a. a. 0.
H) Im sogen. Halleschen Domschatz, v. Terey S. 48 (Gang VI, 2.).
4) Beilage 17, S. 50* f. — Ob „das gross kopfernn sanet Moritz bylde“,das nach Auflösung des Stifts zunächst in des Cardinais Haus gestelltwerden soll (Beilage 40, S. 189 *) mit unsrer Statue identisch ist, ist frag-lich. Diese müsste dann aus Kupfer bestanden haben und iibersilbert ge-wesen sein. Doch ist auffallend, dass an der eben citierten Stelle dieVersilberung nicht erwähnt wird, während das Standbild doch sonst der„grosse silbern Moritz“ heisst und nach den Beschreibungen ganz aus Silberbestanden zu haben scheint.