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vom gesatz der lieyligen kirclien, belangend die communionund nyessung des lieyligen hochwirdigen sacraments in eynergestalt, mit fieyssiger bitte begeret haben.“ So wendet ersich denn gegen die Lehre des Pelagius, des Nestorius undvor allem gegen Luthers Lehre vom Abendmahl. Er giebtzwar zu, dass Christus den Aposteln bei Einsetzung des Abend-mahls dieses in beiderlei Gestalt gereicht habe, doch habeeinmal Christus nicht geboten, es so zu feiern, andrerseitsweiss er „viele Ursachen“ (=. Gründe) anzuführen, weshalb esnicht nötig sei, sich dieses Sacraments in beiderlei Gestalt zubedienen. — Eine streitbare Natur, das sehen wir schon ausdiesen wenigen Andeutungen, war Vehe nicht.
Neben der Abendmahlslehre, um die ja allerorts zwischenProtestanten und Katholiken der Streit mit grosser Heftigkeitgeführt wurde, war es in Halle besonders die Heiligen-und Keliquienverehrung, welche die Protestanten angrilfen.Hatte doch Albreclit, wie wir noch näher sehen werden,hier im Stift eine solch ungeheure Menge von Reliquienaufgehäuft, wie sie kaum in einer andern deutschen Kirchevorhanden war. Kein Wunder daher, dass Vehe baldmöglichstauch die hiergegen gerichteten Angriffe abzuwehren sucht. Nochim selben Jahre wie das Büchlein über das Abendmahl (1531)hatte er auch eine Schrift über die Heiligenverehrung voll-endet : „Wie underschydlicher weiss Gott und seine aus-erwelten Heiligen von uns Christen sollen geehret werden.“ * 1 ).Er widmete die Schrift, die 1532 zu Leipzig erschien, demMagdeburger Dompropst Fürst Georg von Anhalt. Er hofft
1) Auf dem Titclblatte folgt sodann noch eine speciellere Inhalts-angabe:
| Lob, Preiss, \
, r | Fürbitte, I . TT ...
voii i... Ä . . | der Heiligen.
Anrunung- und a
1 Verdienst >
D. Michael Velie. Anno Domini 1532. Ecclesiastici 44 (angeführt, lat).Darunter das Wappen Fürst Georgs von Anhalt, 4 geteilt, im 1. und4. Felde ein auf den Zinnen einer Stadtmauer schreitender Bär, im
2. und 3. ein Schach zu 9 Plätzen, schwarz und -weiss, mit einem Herz-schild, der heraldisch rechts einen halben Adler, links das sächsischeW appen mit der Rautenkrone zeigt. — Am Schluss: Gedruckt zu Leyp-tzigk durch Michael Blum Ym Jare MCCCOCXXXII. — 9 Bogen in 4«. —Datierung der Vorrede: Datum zu Hall yn Sackssen. Au. Donii. MCCOCC
und XXXI anff den vierden tag- Decembris.