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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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Geschichte der Heraldik. Anhang.

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Zeiten ewicleich zu allen Ritterlichen Sachen und tatenzu Schimph und ernst, auch in Insigeln, Petschaden undund allen anndern erbern Sachen nutzen, gebrauchen,und anslahen mügen und sullen in allen den freyhaiteneeren und Rechten, als ander Edellewt Ire Wappenfürent und gebrauchent, Auch in der Schar Zall undstannd sein und gehalten werden zu allen erbern zeit-lichen sachen in allen den Rechten und wirden alsannder Edllewt, von allermeuiclich ungehindert. Davongepieten wir den Edlen und unsern lieben getrewen:allen Banen Graven Lanntherrn Rittern und KnechtenEdlingen Burgermaistern Richtern Reten BurgenHerolten Persevanten und allen anndern des vorgenann-ten unsers Königreichs Hungern und annderr unsererKönigreich Lannd undertanen und getrewen gegen-wärtigen und künftigen ernstlich und wellen daz Syden obgenantten Kans t orffer und all sein erben dievorgeschriben Wappen und klainet fürn und gebrauchenlassen in aller der mafs als vorgeschriben steet undin daran khain Irrung nicht tun noch des jemandenzetun gestatten in khain weis bey vemeydung unnserersweren ungenad. Das ist unser ernstliche maynung.Mit urkund des briefs. Besigelten mit unserer kuniglichenanhanngunder Majestät etc. Geben zu Ofen, anMontag vor unserer lieben frawn tag AnunciationisNach kristi gepurde Vierczehenhundert darnach imSechsundfünftzigisten Jare, Unserer Reich des Hunge-rischen etc. im Sechczehenden und des Behemischen imDritten Jaren.

[In das Diplom ist das Wappen nicht eingemalt,jedoch hängt das Siegel an demselben. Im Adelsarchivdes k. k. Ministerium des Innern in Wien. Jahrbuchdes Adler. II. 181 f.]

68) Wappenbrief des Markgrafen Albrechtt vonBrandenburg für die Stadt Bayreuth, d. d. Bayreuth22. Dez. 1457.

Wir Albrecht, Von gotes genaden Marggrawe ZweBranndenburg Und Burggrawe zwe Niirrnberg Beken-nen offennlichen Mit diesem briwe, Geen allermenig-üchen Dye ine fehen Hören oder lefen. Das für unskummen fein. Unser übe getrewe Burgermeyfter undradt. Von iren und der gantzen gemaynwegen derftadt zwe beyrreuth. Und haben uns berichtet undzwe erkenne gegeben, wye fie und ir ftadt, Durch alte"reyheyt und briwe. Dye fie von unnfern vorfarenund eitern felger und löblicher gedechtniffe gehabt,dye in aber pey unnfers liben Herrn und vaters marg-grawe Fridrichs feigen leben Zwe der zeyt doe die Huffenund peheym, mit Herescräfft auff dem gepirg und zwebeyrreut gewest das unns dann auch wol indenk iftverbrant und entweret find, Das aber derselbe unnfer«ber Herr und vater felger wol bedacht auch sulch iralt freyheit Briwe und priwilegia Die fye vor fulchergeschieht von unnfern eitern und ynnegehabt habengesehen und gehört hat. Hat fein libe widerumb vonnewes eltlicher artickel gefreyet. Ine dye zwegegeben.confirmiret, Beveftet und bestetiget Durch feineu be-sigelten briwe. Der das alles clerlicher und eigent-licher innheldet und aufsweyst. Und stet deffelbenbriwe8 Datum zwe onelfspach des sunntags nach fanetwalipurgen tage. Nach crifti unsers Herrn gepurtviertzehnhundert Jar und dornach im newn und dreyf-figstn iare, welchen briwe unns dye obgenanntn Bur-germeyfter und radt zwe beyrreuth auch ytz und für-bracht und von iren und der gantzen gemeyn wegenpemutiglichn und fleyffiglichn gepeteu habn das wir*u sulche ire freyheit briwe und priwilegia gnediglichen?we beftetigen geruchten. Des haben wir angefehen.Sulch ire Demutige und vleyffige pete auch dye ge-trewe und willigen unvdroffen Dinfte. Dye sye unnfern

eitern auch unnserm liben Herrn und vater feigen.Unnferm bruder marggrawe Johannfen unns und unnferHerfchaft manigveltiglich gethon haben. Und nochhinfür in chünfftigu zeyten wol thun füllen und mögen.Dorümb und auch von fünderlicher gnaden und zweney-gung wegn unns gegn in bewegende. So haben wirin fnlch ir freyheyt briwe und priwilegia wie sye dye vondem obgenanntn unnferm liben Herren und vater feigenals vorfteet erworben haben. Mit allen ftücken punek-ten und artickeln beftetiget, beveftiget und confirmiret.Bestetign beveftign und confirmiren in dye alfo mitund in craft ditz briwes gantz und wolkimmelich zwhaltnund pey iren ereilten und inechten bleiben zwlaffen.gleycherweyfe als ob des dickgenanntn unnfers libenHerrn und vaters felgn briwe ine dorüber gegeben vonwort zwe wort hirrinue begriffen wem und gefribenstündu, getrewlich und genntzlichn on alles geverde.Als auch dye vorgenät unnfer ftadt beyrreuth von alterher mit einem flechten wapen nach der fchwartzn undweyffen veldung wye die dann unnfer Herfchafft desburggravethums zwe Nürnberg von der graveschafftzwe Zoler herrürende füren doch mit der unterfcheydeZweyer rewten. Der eine weyffs dye ander fchwartzund krewtzweyfe mitten durch die veldung gegangen feingehabt und fich des in figeln und panern gepraucht hat.Haben wir wol bedacht und angefehen wie dye vorgenätftadt beyrreuth , der elteften und wesentlichen fteteine in der burggravefchaft zwe Nurmberg geweftund noch ist. Dorümb fo habn wir der selben ftadtbeyrreuth als ein fürft des reychs und ir rechter natür-licher erbherr von funderlichen gnaden Sulch ir wapenmit dein Zufatz gepeffert. Das fye in einem fchildedie zwen obgedachtn veldung fchwartz und weyfs unddaezwifchn auch des burggrawethums zwen veldungmit dem fwartzen Leben in gelben velde. Und umbdes fchildes rannt Rot und weyffs doch auch mit derunterfcheyde. Das zwen rewtn eine weyffs die anderfchwartz krewtzweife mitten durch den fchilt. Nemlichdie weyffs rewtt durch beyde veldung des Lebens unddie fwartz rewtt durch die zwen veldung swartz undweyffs geeu. Haben und füren sullen. Und das cley-noth auff dem Helme des fchildes fol fein zwey gekrompteHörner mit weiffer und roter varb aufsgeteylt gegne-nander. Und doe zwufchen ein fwartzer Lebe mit einerguldem crone auff einem auffgeworffen ftulp eins Hutessteende. Und sol haben ein rote und weysse Helm-decke. Alles in der forme zwsamme gefüget als hye peyin difem briwe eygntlichen mit varben und aller fub-ftancien wefentlich gemalet und aufsgetzeyget iftGeben und peffern auch der obgenantn ftadt beyr-reuth fulch ir wapen und cleynoth in crailt undmacht ditz briwes alfo das fie und alle ire nachkuriievon der ftadt wegn das nu Hinfüro zwe ewign Zeytenhaben füren und sich des mit der pefferung des Zusatzgeprauchn füllen und mögen. In figilln, In pannern undfünft in allen Sachen zw beveftigung und bewertemUrkunde irer trew warheyt und glaubens wie sich dasdanne nach altem löblichen Herkume durch recht undfünft zwhalden zethunde und zwuolfüren gepürt und seinfol on aller meniglichs Hinterniffs Irrung oder eintregeAlles getrewlich on argelift und gentzlich ongeverde.Des zwe Urkunde Geben wir den obgenannten von beyr-reuth, und allen iren nachkome difen briwe mit unnfermgröffern anhangendem infigel verfigelt, der geben iftzwe beyrreuth. Am Donrftag nach fanet thomas desheilign aposteln tage. Nach crifti unnsers liben herrngeburt viertzehnhundert und darnach in dem fieben-undfünfftzigiftn Jaren.

[Nach der mir vom Magistrat in Bayreuth freund-lichst mitgetheilten Abschrift].