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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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815
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Geschichte der Heraldik. Anhang.

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«t preteritum, quem ad nos gessit animum advertentes,considerantesque attentius, quod ipse Dominus Episcopussie se nobis fldem semper et servitiorum exhibuitpromptitudine studiosum, quod in eo nunquam inveni-mus, nee invenire potuimus aliud, quam quod vera fideset fincerae devotionis requirit affectus ad exaudienduinet audiendum in hoc preces suas ex Episcopalis gratitudi-nis debito censimus nos teneri. Eapropter ad universoruratarn nunc suprascriptum, quam etiam in antea futuro-rum notitiam volumus tenore presentium pervenire, quodNos memorati Domini Episcopi supplicationes tanquamjustas et rationabiles benigno suseipientes affectu sibiet suis sueeefsoribus Episcopis Tridentinis Venerabilibus,nee non Ecclesiae Tridentinae praefata arma ipsiusS. Wencezlai invictissima in fine presentis nostri pri-vilegii designata in Dei nomine damus, concedimus etdonamus per eundem dominum Episcopum, et suos suc-cessores Episcopos Tridentinos prefatos utenda, habendaex nunc in antea et perpetuis temporibus deferenda etquia ipsa Tridentina Ecclesia hostium ineursionibus velutSignum ad fagittam est exposita, et ideo ipsius Recto-res Episcopi Tridentini fuerunt retroactis temporibus aquibusdam circumsedentibus Nobilibus et potentibus di-versarum injuriarum violentiis anxiati, contra quorumconatus et gravamina sepe dictum dominum Episcopumet ejus succefsores, seu Ecclesiam Tridentinam tum ra-tione Advocatiae, tum etiam propter arma praelibatain fuis juribus, dignitatibus et immunitatibus .sincerepromittimus per nos haeredes, et successores uostrosDuces Karinthiae Illustres, et Comites Tyrolenses ma-nutenere, et Dei adjutoris magnifice futuris temporibusdefensare. In quorum omnium testimonium, et eviden-tiam ac robur perpetuo valiturum presentes litteras fieri,et sigillo nostro majori feeimus communiri. Datum Wra-tizlavie Anno Domini Millesimo Tricentefsimo, Trigesimonono in vigilia Beati Laurentii Martyris gloriosi.

[Oetter, Wappenbelustigung I. S. 45 aus UghelliItal. Sacr. T. V sub Episc. Trideut. Anzeiger des germ.Mus. 1865 No. 9.]

14) Vergleich einer Helm-Streitigkeit des Reinprechtvon Eberstorff mit Georg den Zändel. 1341. T.Februar.

Ich Reinprecht von Eberstorff Obrister Chamraerin Oesterreich, vergich und tun chund, allen den diediefen brieff lesent, oder hörent lefen, dafs ein chrieggewesen ist zwifchen mir, und Görigen dem Zaendlein,Umb die wapen die derfelb Görig auff feinem heim führet.Defselben chrieges hat mich Görig der Zaendel durchsrberer herren pet willen, und auch durch meiner petdrillen begeben, und hat mir und meinen leib erben er-laubet dass wir auf unfern helmen führn suln zwuflüge, die baeden niden fchwartz fein, und oben gel«der gülden und anders nicht. So fol Gorig der Zaen-del und sein erben auf irn helmen fürn, ayn flug derniden gel fey und oben fchwartz und anders nicht.Darüber so verbinde ich mich Reinprecht von Eberstorff,mit sambt meinen leib-erben mit unfern trewen gegendem vorgenanten Gorigen dem Zaendler und gegen sei-nen erben, alfo, ob ich Reinprecht von Eberstorff anleib-erben verführe, dass Gott nicht angeb, dafs ichdan den vorgenanten heim vnd wapen, die mir Gorigeder Zändel erlaubet hat, mir und meinen leib-erben zef ürn, nieman anders fchaffen noch geben fol, und dassderfelben wapen furbafs ewiglich geligen fuln, und erb-loss feyn von aller maenichleich, und auch alfo mita usgenommer rede, wehr der vorgenanten gelübe unttaiding under uns baiden widerredet und prichet, derfol alles sein recht an den offtgenanten wapen verlorenhaben und fol auch die fürbas ligen lafsen an allenchrieg, und an alle Widerrede. Und dafs difer sachund difer rede alfo staet, und unterbrochen beleihe,darumb fo gib ich Reinprecht von Eberstorff Görigen

dem Zaendlein und feinen erben difsen brieff zo einemwarn fichtigen urchund verfigelt, mit meinem infigelund mit der erbern herren infigel dio hernach gefehri-ben ftehnt: dess ersten des edeln herrn grafen Ottenvon Maydburch, herrn Pilgreims von Puchainn, obristertruchfaetz in Oesterreich, herrn Hannsen von Chlingen-berch, herrn Friderichs des Heussler, herrn Haertneidesvon Lofenstain, herrn Friderichs von Atzenprucke. undherrn Hainreichs des Gafsler. Nach der Pet und ratdifer fach gewandelt und gefchehen ist, und auch alledifer sach gezeug find mit irn insigiln. Difer brieffift geben ze Wienne nach Christes geburd dreuzehenhundert jar, darnach in dem ains und viertzigisten jardefs naechsten Mitichens nach der Lichtmife.

[Collectanea genealogico-historica ex Archivo Austriaeinfer. (auet. Wurmbrand) S. 20.]

15) Mattheus de Roya gestattet dem Ritter Hart-mann von Cronenberg, sein Helnikleiuod zu führen. 1350.

Ego Mattheus cle Roya dictus Flamigus et dominusde Gryan coram visis profiteor. in bis scriptis, quod adpetitiones nobilis viri domini Hartmanni militis de Cro-nenbergk senioris, eidein domino Hartmanno et ipsishaeredibus dedi galeam meam videlicet caput apri nigripositum in Corona ad ducendum pro suo lnbito volun-tatis. In cujus rei testimonium dedi praesentes litteras,sigillo meo roboratas. Datum et actum in Jerusalemcirca sepulchrum dominicum anno ejusdem millesimotrieentesimo quinquagesimo in festo Christi nativitatis.

[Oetter, Wappenbelustignng VI. Stück S. 27.]

16) Ruprecht, Pfalzgraf des Rheins, ertheilt denBrüdern Adolf und Johann, Grafen zu Nafsow, einWappenlehen. Speier 3. Dec. 1353.

Wir Ruprecht der elter von gots gnaden Pfaltz-graven by Rine des heiligen Richs Obirster Druchsezvnd Herzoge in Bayern Erkennen offenbar an difembriefe für vns vnd vnfer Erben daz wir vnfer liebenNeven Adolfen vnd Johan gebrudern graven zu Nafsowzu Rechten lehen verluhen hau vnd verliehen auch mitdifem gegenwortigen Briefe, zwei hornner von irmwappen von Nafsow vf dem heim zu füren, vnd datufchen eyn guldin lewen. alfo daz die vorgenant Adolfvnd Johan vnd ir Erben mit namen allewege zwenedie eldesten Sone vou des vatters ftamme vnd die gra-ven zu Nafsowe fin. die vorgen. heim von vns vnd vnfirerben furen fulln vnd mugen. Zu orkonde diz briefesverfigelt mit vnfirm hangenden Ingefigel der geben iftzu Spire an dem neheften Dinftag vor Sant NiclawesDag als man zalte nach Criftes geburt Driwzehen hun-dert Jar dar nach in dem dri vnd funfzigften Jar.

[Das Siegel des Ausstellers hängt wohl erhaltenan. Original im Archiv zu Idstein. Vergl. Rössel,das Stadtwappen von Wiesbaden S 64.]

17) Lehens-Revers der Grafen Adolph und JohannGrafen zu Nassau wegen des von dem Pfalzgrafen,Herzog Ruprecht von Bayern verliehenen Helmes, d. d.Speier 5. Dec. 1353.

Wir Adolph und Johan Gebruder Grauen zu NassaweErkennen offenbar an diesem Briefe für vns vnd allevnser Erbin. Daz der Durchluchtige Hochgeb. Fürstevnser lieber gnediger herre her Ruprecht der EiderPfallentzengrafe bie Rine, des H. R Richs obirsterTruchsezze vnd H. in B. uns zu rechten Lehn verlihenhat zwey Hörner von unserm Wapen von Nassawe ufdem Helme zu fnrne und dazwusehen einen guldinlqwen. Also vnd mit solchem unterschiede, dass wirAdolph vnd Johan vorgen. vnd vnser Erbin mit namenalleweige zwene die Eidesten Sune von des VatersStamme und auch nit me vnd die Grauen zu Nassawesin, den vorgen. heim von unserm egen. Herrn herzogRuprechten vnd sinen Erben furen sullen und mugen.