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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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813
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Geschichte der Heraldik. Anhang.

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ad decem annos continuos, si necesse habuerint, quodahsit, apperiencia 1 ), et fidem plenariam cum consilio etauxilio contra quoslibet ipsos minus juste vexantes eis-dem fratribus et pueris volumus adhibere, exceptis con-sanguineis nostris propriis et eciam dominis nostris, aquibus feodum dinoscimur obtinere. Ut et omnia rataet firma sint et permaneant, nos Thilemannus dominusde Swarcenberch 2 ) predictus in testimonium omniumpremissorum sigillum nostrum presentibus litteris duxi-mus apponendum. Petimus eciam et rogamus nos Thile-mannus in testimonium et majorem confirmacionem om-nium predietorum sigilla virorum nobilium et discreto-rum , videlicet 'domini Boemundi domini de Dagustfil,domini Johannis dicti Spiz de Hunolsteyn, domini Jo-hannis advocati ibidem et domini Wizhardi generisnostri de Felsberch presentibus litteris apponi. Et nosBoemundus dominus de Dagustfil, Johannes dictus Spiz,Johannes advocatus de Hunoltsteyn et Wizhardus deFelsberc milites predicti ad peticiones seu preces dominiThilemanni predicti sigilla nostra in testimonium om-nium premissorum presentibus litteris duximus appo-nenda. Datum et actum anno domini M 0 CCC 0 X 0 II ipsadie Mauricii sociorumque ejus.

[Von den ursprünglich an der Urkunde hangenden5 Siegeln sind 1 und 4 abgefallen; erhalten sind N. 2(S. des Boemund von Dagstul), N. 3 (S. des JohannVogt von Hunolstein; und N. 5 (S. des Wizhard vonFelsberg).

Original im Staatsarchiv zu Coblenz, Familien-Archiv Schwarzenberg. Von Herrn Staatsarchivar Beckerin Coblenz mit den Anmerkungen gütigst mitgetheilt].

Gt Leutold von Regensberg verkauft sein Helm-kleinod an den Burggrafen Friedrich von Nürnberg.1317. 10. April.

Allen die difen brief sehent alderhorent lesen, kvndich Lutolt von Regensberg frije in Constentzer Bistvmvnd vergien offenlich an disem brieve das ich dem edelnherren Friderich von gottes gnaden purggrauen ze Nvrm-berg verkoft hau, vnd zu koffene geben han reht vndredelich min klainod das Brackenhobt vmb sechs vnddrifzig Marck gvtes silbers, mit solichem gedinge: dasder vorgenande herre Burggraf Friderich von Nfirembergvnd sins libes rehten erben und ich der vorgenandeLvtolt von Regensberg vnd mins libes rehten erbenvnd dar zv her Diethelm von krenkingen frije min lie-ber ohein die wile vnd er lebt und enkeim sin erbevnd nieinan ander fvrbas das leihe klainod das braken-hobt fvren sollen, wan sol mich och dez vorgenandenSilbers weren vnd rillten vber aht tage die nehsten nahden phingt wochen so nu nehest kvnftig ist; Beschehedes niht das ich des vorgenanden silbers alleklich nitgewert wurde zu vorgenanden zil, so fol vlrich vonMerkingen ze Constentz leisten in rehter Igiselschaftfne geverde vnd fol vf der leistunge niht komen vntzich des vorgenanden silbers alleklich gewert wirde. vndzeinem offenen vnd geweren vrkvnde des vorgeschribenalles so hau ich difen brief besigelt offenlich mit ininenIngesigel , vnd mit der edeln herren graven wilhelmesvon Montfort vnd hern heinrichs von Tengen frijen,vnfer lieben oheim, Dv an difen brief gehenket sint.Dis beschalle ze Balba in der Burg vnd wart dierrebrief geben, Do man zalte von gottes geburt drvzehenhundert iar dar nah in dem Sibenzehenden iare, an demSunnentage ze vzgender oster wochen.[Monumenta Zollerana IL 335. f.]

1) So statt 'apperiri'; übrigens hat der Schreiberder Urkunde bereits eine Correktur begonnen, idessnicht durchgeführt. 2) 'Suuarcenberch'.

7) Friedrich Burggraf von Nürnberg wird in demRechte bevestigt mit Leutolt, dem Freien von Regens-berg einen gleichen Helm zu führen. 1317. 9. Septbr.

Allen di difen brief sehent adder horent lefen, kundich Livthold von Regensberg frije in Constentzer bis-tuome vnd vergihe offenlich an disem brieve das ichdem edeln herren burggraf Friderich von Nvrmbergvollen gewalt alleklich geben han, vnd gibe an difembrieve ze rehtenne vmb den heim des ich im gunnenhan mit mir ze fvrenne, den er von mir gekoft het,als ob ich felber ze gegen were swa man darvmberehten solte , mit allen dien die denfelben heim ivrenwolten wider reht Wan ich denfelben heim gefvret hanvnd in gewer gehebt han (vf) herverte reisen turnijezern ernst vnd ouch zem schimphe, lange zit vnan-fprechig; vnd zeinem offenen steten vnd geweren vrkvndedes vorgeschobenen alles fo han ich im difen briefgeben, befigelt offenlich mit minem ingesigel. Dis be-fchach vnd wart dierre brief geben ze Balba in derbürg, do man zalte von gottes geburt drivzehen hundertiar dar nach in dem sibenzehenden iare an dem nehstenfritage nah vnfer frowen tnlt ze herbst.

[Facsiniile der Urkunde, nach dem Originale deskgl. b. Reichsarchives zu München bei Stillfried, Alter-thümer und Kunstdenkmale des Hauses HohenzollernI. Reihe].

8) Eberhard von Widersperch erlaubt seinem OheimOtt von Greiffenberg und dessen Erben sein Wappenzu führen. 5. April 1328.

Ich Eberhard von Widersperch, vergich für michvnd all mein erben vnd thu khundt allen den, die disenBrief sehent oder hörent lesen, dass ich mit verdachtemmut, vnd mit guter Betrachtung herrn Otten von Greiffen-berg meinem lieben vnd getrewen ocheim, jhm vnd seinerben han auffgeben, gar vnd gäntzlichen meinen schildt,vnd heim, vnd mein wappen, cleinot, also dafs er vndfein erben die füren sollen, ob sie wöllent, von mir vndmeinen erben ohn alle widersprach vnd irrung, wanner vnd sein erben von rechter syppe vnd erbschafft mei-nen schildt vnd heim billich fürent. Vnd darüber zueinem vrkundt han ich vorgenanter Eberhard von Wi-dersperch geben meinem vorgenanntrn oeheim, herrnOtten von Greiffenberg vnd seinen erben, disen briefversigelt mit meinem insigil das daran hanget, das ge-fchach da man zalt von Christi geburt 1328 dess erch-'tags in der osterwochen

[Hund, bayrifch Stammenbuch I. S. 336].

9) Kaiser Ludwig sichert dem Heermeister desJohanniter-Ordens Gebhard von Bortfeld, die Gleich-stellung mit demjenigen Heerschilde, dessen sich diereichsunmittelbaren Aebte nach alter Gewohnheit derSachsen erfreuen. Pavia 24. Juli 1329.

Lvdovicus dei gratia Romanorum Imperator semperaugustus, Vniversis et singulis ad perpetuam rei me-moriam presentibus et futuris, ad quos presentes deue-nerint gratiam suum et omne bonum Imperiali magni-ficencie nostre per honorabilem et religiosum virum deodeuotum et nobis dilectnm fratrem Gebhardum deBortueld, preceptorem generalem domus hospitalissancti Johannis Jeroslitani per Saxoniam oblata peticiocontinebat: videlicet, vt nos de Imperiali dementia sibisuisque successoribus preceptoribus Saxonie generalibusconcedere dignaremur, quod ipse successoresque sui pre-dicti in bonis, que feodali tytulo conferre habent, se-cundum antiquam Saxonum consuetudinemgaudere possint illo exereitu clypeo, quo, secundumdictam Saxonum consuetudinem, gaudent abbates eteorum in dicto exereitu clypeo pares, nobis et sacroImperio immediate subiecti, in suis bonis feodaliterconferendis.