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Geschichte der Heraldik : Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft
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351
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Geschichte der Heraldik. III.

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armorum et signorum effigies et figura in se continetin campo nigro leonem album retrospicientem cum cauoaeleuata eius lingwam contingente cum ungulis atquesupercüiis croceis, in galea vero dua cornua albo etnigro coloribus per medium distincta in corona croceacollocata. Hamm etc. Datum Nurenberg mensis Januariidie vicesima octava, anno domini millesimo quadrmgen-tesimo tercio, regni vero nostri anno tercio. )

Ad mandatum domini regisJohannes Winheim.1403. März 5. Nürnberg. 2)

In consimili forma data est litera super armisstrenuo Thoine de Endingen militi. Quorum quidemarmorum effigies et figura in se continet clipeum croceoet blanco coloribus per transversum seu latitudinemdistinctum in galea vero cornua per eosdem eoioreseodem modo distincta, in quorum medietate virgimscapud cum crinibus et pectore croceis est coliocatum.Subdata Nuremberg mensis Marcii die quinta, annodomini MCCCCIII<>. regni vero nostri anno tercio. _

Per dominum E episcopum Spirensem cancellanumVlricus de Albeck etc.1404. 10. Septbr. Heidelberg. 3 )

Item in consimili forma data est litera super armisperito viro magistro Frideiieo Deise decano Padebomensi,suis germanis et ab eisdem descendentibus Quorumquidem armorum etc. In campo albo per transversumsive eius latitudinem rubeo colore mediato duos insuperiori et unum in inferiori ipsius partibus triumsaxorum nigros montes in galea vero duas strucionumalbas pennas colore similiter rubeo per latitudinemmediatas super pileo nigro a parte antenon lpsiusgaieebene plicato. Datum Heidelberg mensis Septembris dieX. anno domini MCCCCIIII 0 . regni vero nostri anno

quinto. „ .

Per dominum R. episcopum fepirensem

cancellarium

Vlricus de Albeck decretorum doctor.

1408. 18. Aug. Heidelberg. *) .

Item in der obgeschr. forme alz Virich von Jungingeu

ist Caspar von Clingenberg ein bneff geben darmn ym

Albrechts von Burglins seligen wapen geben sint. öud-

data Heidelberg feria tercia post festumassumptioms

Marie, anno domini MCCCC octavo, regni vero nostri

anno nono. , Tr . , .

Johannes Winheim.

Als Thomas von Nidecke ein wapen bestetigt ist etc.Heidelberg 13. April 1409. .

Wir Ruprecht etc. bekennen etc. das wii; vonwegen vnser vnd des richs lieben getruwen Thomasvon Nydecke flißlich gepeten sin, daz wir yme soiicnewapen, die an disem briefe mit varben, hguren TOOvnderscheide ußgestrichen gemalet vnd gezieret^ smvnd von sinen altfordern lange zyt gefuret vnd utt ynkommen werend, zu bestetigen vnd zu «om™ 1 ^?"gnediclich geruchten. Des haben wir angesehen soiicnenissige vnd müglich bete vnd auch dinste vnd truweals der obgenannt Thomas von Nidecke TOBIvnd demeriche bifsher getan hat vnd furbas in kunfftigen zytendun sal vnd mag, vnd haben yme sohche wapen, wiefie dann von sinen altern uff yn kommen vnd an Usernbriete ußgestrichen vnd eigentlichen gemalet vnd ge=iert sin .bestetiget vnd confirmeret bestetigen vndeonfirmeren yme die auch in crafft diß briefe vnd robischer kuniglicher mechte vollekommenheite also_ üaser vnd sin rechtelich erben soliche wapen furbaßer als

~7TÄ^s~dem Reichsregistraturb. K. Ruprechts A. 57.

Jj Aus'dem R.-Registraturb. K Ruprechts A. 81.4) Aus dem R.-Registraturb. K. Ruprechts, 0. ^bo.

bißher haben vnd der auch an allen stetten vnd endengepruchen mögen von aller menglich vngehindert. Vndgebieten darumbe allen fursten geistl. vnd werntlichemgrauen, fryen herren, rittern, knechten, dinstluten vndgemeinschefften der stette, merkte vnd dorffere ernst-lich vnd vesticlich mit diesem briefe daz sie den ob-genannten Thomas vnd sine eliche erben die vorge-nannten wapen ane intrag vnd irrunge füren, nuczenvnd vngehindert brachen laßen, als liebe yn vnserhulde vnd vnser und des richs swere vngnade zu ver-myden. Orkund diß briefe versigelt mit vnser kunig-licher maiestat anhangendem ingesigel. Geben czuHeidelberg nach Crists geburte vierczehenhundert jarevnd darnach in dem nunden jare an dem neckstenSamßtage nach dem heiligen Ostertage vnsers richs indem nunden jare.

Jacobus de Alczeia.

Wir gelangen nun zu den Diplomen des KaisersSigismund, von denen ich ebenfalls eine Auswahl imWortlaute mittheile, um die Bntwickelung des Formularsdarzuthun. Einzelne Diplome enthalten eine Beschreibungdes verliehenen Wappens gar nicht. Eine besondereBeachtung verdient in diesen Schriftstücken die Gl au s e 1des Wappenbrauchs.

Eine ungewöhnliche Begünstigung Hess der Königseinem Schreiber CasparSchlick und dessen Geschlecht zuTheil werden. Zu Canterbury am 13. Aug. 1416 be-stätigte und besserte er das Wappen der Schlickenund bestimmte, dass sie das neue Wappen „in allenT u r n e i e n, Stechen, Kämpfen, Stürmen, Streiten undallen anderen Ritterlichen Geschäften" führensollten. Das Diplom 5 ; ist ausnahmsweise mit derPönclausel (15 Mark löthigen Goldes) versehen.

Mit diesem Diplome werden also die Schlick, dievorher nicht einmal rittermässig waren, dem dienst-herrlichen Adel gleichgestellt!

Das nachfolgende Diplom für die Stark zu Nürn-berg ist ein schlichter Wappenbrief, wie die Clauseldes Wappenbrauchs zu erkennen giebt. Das verlieheneWappen ist nicht beschrieben, wohl aber in dasOriginal eingemalt.

Constanz 17. Novbr. 1417.Wir Sigmundt von Gottes Gnaden Romischer Konigzu allen zeitten Merer des Reichs, vnd zu Vngern,Damatien, Croacien, Kunig bekennen vnd thun kunthoffenbar mit diesem Brieff, allen den die In sehen oderhören lesen, das wir gutlich betrachtet vnd angesehenhaben, solch Redlichkeit vnd Biderkeit, die unsere liebegetrewen Hanns Starcke, Ulrich vnd Hannse sein Sune,an In haben, vnd auch solche willige vnd getreueDienste, die sie vns, vnd dem Reiche offt gethon habenteglichen thun, vnd fürbass thun sollen, vnd mögen inkunfftigen Zeiten, vnd haben darumbe mit Wolbedachtemmute, vnd rechten wissen denselben Hansen, Vlrichenvnd Hansen seinen Söhnen vnd allen vud yglichenlrenEhelichen Leibserben, diese gegenwärtige Wappen vndklanot, alls dann dieselben Wappen in der Mit diessgegenwärtigen vnsers Königlichen brieffs gemalet, vnndmit färben vssgestrichen sindt, gnediglich ver-liehen vnd verleihen In die, in Crafft dis Brieffs, vndRomischer Königlicher macht vollkomenheit vnd Setzenvnd wollen von derselben vnser königlicher macht dasdieselben Wappen fürbass mer haben, und der auch Inallen Sachen vnd geschefften zu schimpf vnd zu Ernste,vnd an allen enden füren, vnd der gebrauchen mögen,von allermeniglich vngehindert, vnd wir gebieten auchdarumbe allen vnd yglichen vnsern des Reichs, Edlen,Rittern, Knechten, Amptleuten, Burgermeistern, Räthen

5) Vergl. Urkunde No. 57.