Geschichte der Heraldik. II. 1.
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(Münzen) hingen, liefen von dem in der Mitte desSchildes eingefügten Karfunkelstein in eines SternenWeise aus.
Mit der beliebten B Befestigungs"-Theorie hat dieseFigur nichts zu thun.
Aus den angeführten Gründen kann ich auch dasBild des nachstehenden Sig. IX. A. 1. des Ulrich von
Schuahelburgi) vom J. 1236 als Schildbesehlag nichtgelten lassen. Da in jeder Zeit der liuckel noch all-gemein üblich war, so konnte er noch nicht in den Ein-zelfällen die Bedeutung eines Wappens annehmen. Auchunterscheidet sich die Form des Kreuzes ganz wesentlichv on dem wirklichen Buckelreis, wie es damals ge-führt wurde. Das aber ist sehr wohl möglich, dassein absonderlich geformter Schildbeschlag, wie wir ihn3- B. auf dem Siegel Nr. 31 2 ) Albrechts des Bären er-blicken, als Motiv für das obige Wappen gedienthaben kann.
Die Schilter 3 ..
Zum Verständnis« des Folgenden scheint es mirnothwendig, einige Notizen über die Schi 11erzunfthier vorauszuschicken.
Die Zubereitung der Kampfschilde bildete eineHauptbeschäftigung der Maler, welche darum ebenso°ft Schilt er genannt wurden.
Die Scli ilt er waren, nach löblicher Weise des Mit-telalters halb Künstler, halb Handwerker. Sie bereite-ten nicht bloss Schilde, sondern auch das Reitzeug 4 )(Sattel u. s. w.) zu.
Im Lanzelet des Ulr. v. Zatzikhoven (also vor1200) heisst es:8884 manec helt von alter snöwizder vleiz sich üf die höhgezitdes beten aber die jungen nit
1) Fürst Hohenlohe, sphragist. Aphorismen S. 50Nr. 148. Herold 1877, S. 107. - Das Gliche verdanke^h Sr. Durchlaucht.
2) S. 8. 82.
3) Nicht Schilderer.
4) In den Niederlanden kommt noch jetzt das Ge-werbe der llijtuigschilder vor. Im Nederlandsche Staats-cuuiant vom J. 1881 las ich eine Anzeige, dass N. N.Kijtuigschilder und N. N. Schilder eine Handelsgesell-schaft gebildet hätten ten doel hebbende de Huis- enßijtnigschilders-affaire. Selbstverständlich haben dieseGeschäftsleute mit, der Erzeugung von Schilden nichtsz u schaffen. Es ist nur ein Namen, der auf dem Ge-werbe haften blieb, auch nachdem nach Kampfschilden& a r keine Nachfrage mehr existirte.
und schuofen, daz man in sneitvon hoher koste richiu cleit,und frumten ir ge reite8810 mit späher richeitevon golde kostbaereals ez die seh iltaerewol gemachen kündendie man ze den stunden8^45 ze Ackers vant in der habe.
Wolfram von Eschenbuch redet öfters von den Schil-tern Im l'arcival sagt er:505, 1 Der schilt was ouch verhouvven :Gäwftn begunde in schouwendö er derzuo kom geritender tjoste veuster was gesniten5 mit der glavine wit .
alsus malet si der strit:w e r g u 11 s den seh iltaere nob i ]• va r w e a 1 sus wären?ferner im Willchalm:241, 25 sin zeswiu haut wuchs uinben schaft:er het zer tjoste guote kraft:sin lip entwarf sich andern schiltswaz mälaer im lebendic sintir engen, pensei unde ir hautist solch geschickede unbekant,Dessgleichen Conrad von Würgburg (■'<■ 1287) iml'artonopicr.13750 Partonopiere ein ander schiltvon Gaudine wart geholtder ouch geverwet äne goltwas vil reine silberwiz .d e r m :i 1 e r bete sinen vlizmit höher koste üf in gewant.Im Lohengrin-Liede heisst es endlich:3'.)8 heim unde schilt die gäben gliz
dar an was gelegt mit künsten niauic vlizvon in ei st er s hau den gar mit kluogeu
w i tzen.Am interessantesten ist eine als historisch zubetrachtende Notiz im Parcivat des Wolfr. v. Eschenbach(um 1212), die vun einer berühmten Schilter-Schule imNieder-llheinlaude Kunde giebt:158, 13 als uns diu äventiure uiehf
von Kölne noch von Mästrieht15 kein seb iltaere entwürfe in baz.Etwa 50 Jahre nach Wolfram wurde Pariser Ge-schmack in Deutschland tonangebend.
Schon Johann EnenJcel (-;• 1250) erzählt:do cham der Bochk von Rosenperchder fürt einen Hechten halzpercbdaz in deutschen reichenim nicht niocht geleichender het vil gueter ringeer waz pracht von Glierlingeund dez halzperges ein dechedie fürt der selb rekebeund einen roten sameitden er über den harnasch leitmit weizen rosen bestreutder helt sich dez vaste viewtdie rosen waren vou perlen weizgeworcht mit guetem fleizzsein schilt sein decklie warn sain.Im Karl Meinet ivor 1300) heisst es:A. 38 4 De krege haent s}' an gedaen
Mit lychen wapenrocken beuaenDe waren schon ind wael geschnedenRecht all na frantzosein seilen.Wie der Wappenknabe Hierzelein in seinem vor1320 gedichteten Liede erzählt, war Decke und Wap-