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1 (1874)
Entstehung
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772
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Gruppe XI. Papier - Industrie.

Druck-, Schreib-, Affichen- und Packpapier können gegen 60 Proc.enthalten; die ordinairen Tapeten- und Cartonpapiere werden oft unternoch grösseren Zusätzen dieses Surrogates erzeugt. Pappen könnenausschliesslich aus Holzstoff angefertigt werden.

Wird für die Herstellung von Schreibpapieren recht feiner Holz-stoff verwendet, und wird das Fabrikat gut satinirt, so führt dieserZuschlag keine Nachtheile herbei, während es sich auf Papier, welchesaus gröberem Holzstoffe bereitet worden ist, nicht gut schreibt. Auchbeeinträchtigt ein übermässiger Zusatz in jedem Falle die Güte unddie Haltbarkeit des Papiers.

Nach Völters Angabe betragen die Herstellungskosten für 1 Ctr.Holzstoff je nach den Betriebsbedingungen 6 bis l 1 /^ Reichsmark.Der Holzstoff ist somit das billigste der bis jetzt benutzten, aus fase-rigen Tlieilen bestehenden Lumpensurrogate.

Um die Holzfaser etwas von den sie umhüllenden, die Bindunghindernden Incrustationsstoffen zu befreien, wird nach dem von 0. Meyhin Zwickau erfundenen Verfahren das Holz vor dem Zer schleifen mitchemischen Agentien behandelt, und ihm dadurch ein gewisser Theilder gedachten Stoffe entzogen.

Auf der Ausstellung befand sich ein nach Völters System con-struirter, von der Firma J. M. Voith in Heidenheim ausgeführterZerfaserungsapparat. An der Peripherie des in verticaler Ebene ro-tirenden Schleifsteines, welcher auf einem sehr soliden Fundamenteangebracht war, befanden sich fünf zur Aufnahme der Holzklötze dienende,verstellbare Kammern, deren jede mit einem Spritzrohr versehen ist.Die Pressung erfolgt durch directe Belastung vermittelst eines an einerKette hängenden Gewichtes. Die Kette ruht auf Rollen, durch welcheder Druck auf die das Holz anpressenden Mechanismen ausgeübt wird.

V ölt er führt in der oben citirten Schrift an, dass er bis zumSchlüsse des Jahres 1872 bereits 210 Schleifmaschinen geliefert,- vondenen 77 in Deutschland geblieben, 53 nach Norwegen und Schweden,24 nach Oesterreich und 16 nach Russland gegangen sind. Währendin dem Zeiträume von 1852 bis 1859 nur 13 Schleifapparate angefertigtsind, wurden in den Jahren 1867 bis 1872 153 Maschinen geliefert.Namentlich sind in Schweden, in der letzten Zeit auch in AmerikaSchleifanstalten von colossalem Umfange zur Ausführung gekommen.

Die Preise der Maschinen betragenfür einen Apparat, welcher

40 Pferdekräfte beansprucht. 6 000 Rmk.

für einen dito, welcher 80 Pfer-dekräfte erfordert. 9 450

Die Firma Th. & Fr. Bell in Kriens bei Luzern hatte gleichfallseinen derartigen Schleifapparat ausgestellt. Bei dieser Vorrichtung