Erste Section.
Papierzeug, Pappe, Papier.
Die Papierfabrikanten haben sich bei den früheren 'Weltausstellungennur wenig betheiligt, und auch auf der Wiener Ausstellung war ihreBetheiligung nur gering; sie war sogar geringer als früher, insofernselbst die Zahl der Aussteller, obgleich dieses wichtige Gewerbe sehrerheblich an Umfang zugenommen hat, nicht grösser als bei den Welt-ausstellungen in London und Paris gewesen ist.
Am meisten war das Deutsche Keich, demnächst Oesterreich ver-treten. Die Betheiligung anderer Länder war dagegen wesentlich ge-ringer; so waren z. B. von Frankreich nur sechs, von England nurzwei Aussteller erschienen.
' Der Grund dieser so geringen Betheiligung bei der Ausstellung,das Ausbleiben sehr renommirter Firmen, beruht, wie von verschiedenenSeiten geltend gemacht wird, vorwiegend darin, dass diese Fabrikanten,sowie auch andere Industrielle, sich zuweilen scheuen, eine Ausstellungzu beschicken, weil sie es aus geschäftlichen Rücksichten nicht fürrathsam halten, die Aufmerksamkeit der Concurrenten auf ihre Artikelhinzulenken. Es kann ihnen nämlich unter Umständen nicht erwünschtsein, die bei einer Ausstellung von allen Gegenden zusammenkommendenFachgenossen auf ihre Specialitäten aufmerksam zu machen, zu derenAusbildung sie oft viel Zeit und ,Mühe sowie erhebliche Mittel ver-wendet haben. Dieses Bedenken wird nicht immer durch die zu erwar-tenden Yortheile gehoben: dass eine Ausstellung doch wesentlich dazubeiträgt, guten Fabrikaten auch in weiteren Kreisen eine gebührendeAnerkennung zu verschaffen und . in Folge dessen die Kundschaft zuvergrössern. Andererseits kommt noch in Betracht, dass mit Papierensich nicht wohl wie mit anderen Erzeugnissen, namentlich wie mit denProducten der Kunstindustrie, effectvolle Ausstellungen erzielen lassen,an denen doch erfahrungsmässig das grosse Publicum vorwiegend Inter-esse nimmt.