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Das typographische und lithographische Material.
Jahre 1847 hei der Pariser Presse unter Girardin einführte; sie hatjedoch manche Verbesserungen erfahren und bewährt sich gut. DerGang der Form wird durch die Cylinder kleinen Umfangs, die sichwährend des Drückens einer Form zweimal drehen, abgekürzt und da-durch die Schnelligkeit vermehrt. Vortreffliche Filze müssen dem Uebel-stande ahhelfen, dass auf Grund des zweimaligen Umdrehens keineZurichtung stattfinden kann. 6500 Exemplare werden garantirt, dochsetzt diese Zahl das Einlegen von über 1600 Bogen pro Stunde voraus.
Unter den französischen Firmen gemessen die in naher Ver-bindung zu einander stehenden: L. Alauzet fils, Heuse & Co. undP. Alauzet eines guten Hufes. Beide sind bemüht, Verbesserungen ein-zuführen und geben viel auf schöne Arbeit. Die Alauzet’schen Com-pletmaschinen sind -in Stuttgart ziemlich stark vertreten, namentlichwird der grösste Theil der vortrefflichen Hallberger’sehen Druckeauf solchen geliefert. Doch werden sie, wie es scheint, auf Grund ihrergeringeren cpiantitativen Leistungsfähigkeit, nach und nach verdrängt.Die von Alauzet fils ausgestellte „Vierfache“ machte einen guten Ein-druck. Eine ebenfalls vorhandene zweicylindrige SchölldrucksmaschineAlauzet’s liess sich mit Leichtigkeit in eine Completmasckine umändern.
Von den englischen und anderen grösseren und mittleren Schnell-pressen zu sprechen, ist hier von keinem grossen Nutzen; sie übertreffenauf alle Fälle die deutschen nicht, es ist demnach kein Grund vorhan-den, anzunehmen, dass sie in Deutschland Eingang finden werden.
Eine eigentkümlicke Erscheinung ist, dass in der letzten Zeit einenicht unbedeutende ZahlvonTiegeldruckmaschinen von König&Bauer gebaut wurden, obwohl diese vermöge ihrer Construction gros-sen Raum einnehmen, ausserordentlich schwer und theuer sind und wenigliefern, nämlich, wenn die Maschine mit beiden Fundamenten und zweiAnlegern arbeitet, 1000 bis 1200 Exemplare in der Stunde. Sie wirdnamentlich für die feinsten Bank- und ähnliche Arbeiten gesucht, beiwelchen der Kostenpunkt erst in letzter Reihe kommt; beispielsweisesind solche Maschinen in grösserer Zahl nach St. Petersburg und Frank-furt a/M. geliefert. Von den Tiegeldruckmaschinen Napier’s sind nocheinige in Deutschland in Wirksamkeit, z.B. in der kgl. Staatsdruckerei inBerlin. Eine Eigentkümlickkeit der Doppeltiegeldruckpressen ist, dassman nach Belieben mit einem oder zwei Fundamenten arbeiten und aufdem einem zurichten kann, während das andere in Bewegung ist. DieFärbung, eine Combination der Cylinder- und der Tischfärbung, isteine sehr vollkommene.
ZweifarbenmascMnen erweisen sich als eine ganz wesentlicheFörderung der Buchdruckerkunst und haben demzufolge in der letztenZeit eine ausserordentliche Verbreitung gefunden. Erst durch diese