Section I. Die Typographie etc. Die Lithographie. 687
Stadt Norköpping; die Arbeiten waren fast in allen Branchen befrie-digend.
Aus Frankreich, nannten wir schon Testu & Mas sin, die halbder Kunst, halb der Industrie angehören. C. Berg in Marseille ist einSpecialitätsgeschäft für gewerbliche Etiquetten, unter welchen Couver-turen für Schwefelholzschächtelchcn eine grosse Bedeutung haben. DieLeistungen von F. A. Appel in Paris und Grant & Co. in Londonauf einem anderen Gebiete haben wir schon erwähnt. Beide sowie auchC. Ferslew & Co. in Kopenhagen excellireu noch in dem Druck vonPlacaten auf Blech. Appel beschäftigt gegen 250 Arbeiter und 15mit Dampf betriebene Schnellpressen, darunter einige, welche Formatevon D/j X 1 Vio Meter drucken und liefert jährlich für etwa 200 000Frcs. solche Placate. Grant’s Ausstellung, welche ganze Wandflächenin der Agriculturhalle bedeckte, zeugt von dem Umfange, in welchemer das Geschäft betreibt, das jedenfalls mehr in Deutschland geübt zuwerden verdiente, als es bisher der Fall war, da die Erzeugnisse sichnicht allein durch die Schönheit der Farben, sondern auch durchDauerhaftigkeit anszeichnen. Wir lenken deshalb die Aufmerksamkeitauf diese Fabrikation, die in verschiedener Weise geübt wird. Ent-weder wird das auf uugeleimtes präparirtes Papier verkehrt gedruckteBild auf das vorher mit Firniss überzogene Blech gebracht. Ist derFirniss trocken, so wäscht man das Papier ab, bis dies gänzlich be-seitigt ist und das Bild rein auf der Platte erscheint. Oder das Bildwird nicht verkehrt auf präparirtes ungeleimtes Papier gedruckt, mit Fir-niss überzogen und wenn es trocken ist, flach in ein Wasserbad gebracht,in welchem das Papier sich ablöst und das Farbenbild schwimmendzurückbleibt, so dass man die Platte vorsichtig darunter bringen kann.Bei einem dritten Verfahren wird jeder einzelne Satz in jeder Farbedirect mittelst eines verkehrten Vordruckes auf laminirtes und glacirtesPapier gebracht und übergedruckt. Diese Manier macht es möglich,die Staubfarben, die bei solchen Arbeiten schwer zu entbehren sind,durch leichte Firnisse zu üxiren.
C. Der Landkartenclruck.
War es in Wien überhaupt schwierig, sich ein zusammenhängen-des Bild einer Branche zu verschaffen, so gilt dies ganz besonders inBezug auf die Kartographie. Die geographischen, geologischen, klima-tologischen, Cultur-, Verkehrs-, Sprach- und andere Karten befanden sichin den verschiedensten Gruppen, die Mehrzahl der Verleger von Schul -und Handatlassen, Globen, plastischen Darstellungen und dergleichenhatten in der XXVI. Gruppe ausgestellt und es verblieb der XII. Gruppe