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1 (1874)
Entstehung
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Gruppe V. Textil- und Bekleidungs-Industrie.

s clianderl & Chwalla anschliesst, während Stefsky, J.SehererundGebr. Gutruf mehr Artikel für den grösseren Consum arbeiten. Erwäh-nenswerth sind ferner Seelig & Steglich, J. Anton und SchmidtsSöhne. Anton Egerer, Eduard Meinhardt und A. Feiler hattenStick- und Confectionsckenille, einen bedeutenden Exportartikel Oester-reichs, ausgestellt, während die Bänder von Hille & Hampel, F.E. Paul Söhne und Anderen zu bemerken sind. Gallons und Litzenfür Hüte, Herren-und Damenconfection hatten Joh. Schwartz &Sohn, J. Ritter, J.Patsch undW.Pischeck in Wien in geschmack-voller Weise ausgestellt. Posamentierwaaren in Metallgespinnsten warendurch Franz Thills Neffe, M. L. Leschhorn und J. Sauczeck inWien anerkennenswerth vertreten. Die ersteren arbeiten ausschlieslichfür die Armee und verdienen sowohl der Vergoldung wie der Technikwegen alles Lob; Letzterer liefert Vortreffliches für kirchliche Zwecke.

Die übrigen Länder Europas hatten in der Posamentierwaaren-branche nur unbedeutend ausgestellt und scheinen derselben keine grös-sere Thätigkeit zu widmen; dagegen begegnen wir in den aussereuro-päischen Staaten manchen interessanten Producten, welche, Erzeugnisseder Hausindustrie, gewiss in alter Tradition fortgearbeitet unserenFabrikanten nachahmungswerthe Ideen darbieten. Grossartig warendie Goldposamenterien Aegyptens; bemerkenswerth Japans Seiden-geflechte und Netzarbeiten, vor Allem die dortigen mit Goldpapier-Lahnübersponnenen Fäden, welche von den europäischen Fabrikaten dieserArt durchaus nicht in Schönheit und Solidität erreicht werden. DasBekanntwerden und die Einführung dieser Technik in unsere Industriewäre sehr erfreulich. Die Türkei hatte interessante Posamentierarbeitenaus verschiedenen Theilen des Landes ausgestellt.

Die Spitzen.

Von den Gegenständen des weiblichen Schmuckes stehen unter denProducten der Textilindustrie obenan die Spitzen. Dieselben bildendurch ihr zartes, durchsichtiges Gewebe, in dem sich das Muster nurdurch dichtere Zusammenstellung der Fäden, in der Regel ohne andereFärbung abhebt, eine ebenso eigenthümliche wie kleidsame und durchdie Kunsfertigkeit der Herstellung kostbare Tracht, die zu den ver-schiedensten Zwecken Anwendung findet. Die Spitze ist im Vergleichzu den anderen Erzeugnissen der textilen Stoffe jungen Ursprungs.Das Alterthum kannte sie nicht oder nur in ihren ersten Anfängen,erst in späterer Zeit tritt sie und wohl zuerst im Orient auf. Vondort verbreitet sich ihre Kenntnisswahrscheinlich durch die Sarazenen