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1 (1874)
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Section II. Uaumwollwaaron.

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sie sicli doch mit einigen ihrer Artikel an der Spitze, und auch in Be-ziehung auf den Umfang ist ihr Wachsthum unverkennbar. Die Zahlder Spindeln, welche im Jahre 1867 im damaligen Zollverein 2 300 000betrug, ist auf 3 000 000 im Jahre 1872 gewachsen, welche mit denaus dem Eisass. hinzutretenden 2 100 000 Spindeln die Zahl von5100 000 ausmacht.

Der Baumwollverbrauch kann auf jährlich 290 bis 300 MillionenZollpfund amerikanischen, ostindischen und ägyptischen Erzeugnisses;das daraus gewonnene Garn (angenommen im Mittel Nr. 28 engl.), aufcirca 245 000 000 Zollpfund berechnet werden.

Die Spinnereien Deutschlands decken jetzt nahezu den ganzenGarnbedarf des Inlands und haben namentlich durch die elsässischeneinen bedeutenden Zuwachs für die feineren Nummern erhalten. Haupt-sitze der deutschen Spinnereien sind das Eisass, Sachsen, Bayern, Baden,Württemberg und unter den preussischen Provinzen Hannover undWestfalen. Im südlichen Deutschland sind es insbesondere die Wasser-kräfte (des Lech in Augsburg und der Wiese in Baden), welche dendortigen grossen Fabriketablissements als Motoren dienen.

Die deutsche Spinnerei war auf der Ausstellung sehr reichlichvertreten. Die meisten Aussteller sind von der Jury günstig beurtheiltworden und können hier nur die hervorragendsten Erwähnung finden.

Zu diesen gehören die Augsb urg er Baumwollspinnerei amStadtbach mit 96148 Spindeln, die Baumwollfeinspinnerei mit52 000 Spin., welche letztere namentlich schöne Gespinnste bis Nr. 80liefert, Chur & Söhne und Baumwollspinnerei Senkelbach, fer-ner Anton Herzog & Co. in Logelbach, Nicolas Schlumberger inGehweiler, die Hagenauer Spinnerei- und Weberei-Gesellschaft(andere Elsässer Spinnereien hatten nicht ausgestellt), die Baumwoll-spinnerei und Weberei Arien, die Spinnerei und WebereiOffenburg, Actiengesellschaft für Spinnerei und Webereian der hohen Mark bei Oberursel und andere.

Nicht minder gab die "Wiener Ausstellung Beweise von den Fort-schritten der deutschen Baumwollweberei. Diese war nach allenRichtungen vertreten und liess kaum einen Artikel von erheblicherBedeutung vermissen.

Die Handweberei ist bis auf einige Branchen, für die sie sichbesonders eignet, mehr und mehr durch die mechanische Weberei inden Hintergrund gedrängt worden und die Zahl der Kraftstühle istwohl nirgends ansehnlicher und rascher gestiegen als in Deutschland.Während man im Jahre 1867 20 000 mechanische Webstiihle im Zoll-vereinzählte, sind es 1872 deren ca. 40 000, zu welchen noch das Eisassmit einer grossen Zahl hinzutritt.

In glatten und faconnirten mechanischen Geweben, wie Calicos,Shillings, Madepolans und Brillantines, führte die deutsche Ausstellung

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