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Section I. Schafwolhvaaren. a. Garne und Gewebe etc. 435
Armures“, Wittmer&Schöuherr „ganzwollene Fagonnees“,Ueltzen& Völsch „wollene Batiste“. Von Greiz, welches neben StückwaarenShawls nnd Shlipse fabricirt, batten nur wenige Fabrikanten ausgestelltund zwar Malz & Dietel, Dietscb & Oebler und G. Knüpfer.Ferner beben wir nocb Winkler&Sohn hervor, die in Rocblitz ähn-liehe Sachen in grossem Maassstabe produciren, nnd J. H. Herbst Söhnein Meuselwitz, die ausserdem auch Lastings und wollene Schärpen an-fertigen. ■ Als Gesammteindruck kann constatirt werden, dass dieQualitäten sieh durch feine Wollen und besonders schöne Farben aus-zeichnen; in letzteren waren besonders die neuen Mode- resp. Moostönereichhaltig ausgestellt. An Schönheit des Gewebes und Weichheit desGefühls standen die wollenen Ripse von Sachsen unter den Fabrikatenaller Länder in erster Linie, während bei den Merinos sich noch einigeunregelmässig gewebte Handstücke vorfauden.
Von sächsischen Ausstellern in Kleiderstoffen zeigte Chemnitzdurch C. G. Heigis und durchE. Lochmann eine kleine Auswahl vonbrochirten Artikeln in halb Wolle und halb Seide. Von Glauchau,welches nur wenige, ungefähr 300 bis 400, mechanische Webstühle,dagegen eine entwickelte Handweberei besitzt, sahen wir keine, eigent-lichen Nouveautes. Die betreffenden Häuser, welche sich dort Ruferworben, fehlten; doch zeigte C. Leuschner in seinen, meist ausfarbigen Garnen gefertigten uni und gestreiften Fabrikaten vorzüglichden billigen couranten Artikel in grosser Auswahl. Meerane, wel-ches früher mit seiner Massenproduction den Newyorker Markt be-herrschte, weist nur von Ileinr. Dieterich Nachfolger Kleiderstoffeverschiedener Qualität auf, die meist für den deutschen Consum bestimmtsind. Auch Meerane ist erst im Uebergang von der Handweberei zummechanischen Betrieb begriffen; es hat 1500 bis 2000 mechanischeStühle neuerdings montirt und beschäftigt in guten Zeiten circa 3500Handstühle in der Stadt selbst sowie mehr als die doppelte Zahl imVoigtlande und in Bayern, um von den dortigen billigen Löhnen Nutzenzu ziehen. Es ist zu bedauern, dass diese beiden bedeutenden Plätzefür die Kleiderstoffindustrie so äusserst mangelhaft erschienen waren.
In der. Fabrikation halbwollener Waaren wären an erster Stelledie hohen Leistungen Englands resp. Bradfords zu beurtheilen gewesen;dieselben .hatten sich gleichfalls fast vollständig fern gehalten und nurdurch Scarborough brothers in Halifax und Peel brothers & C o.in Bradford war der Artikel nicht ganz unvertreten. Erstere Ausstellungwar insofern interessant, als sie zeigte, wie verschiedenartige Genresdiejenigen englischen Fabrikanten, welche zugleich Spinner sind, ar-beiten müssen, wenn sie die diversen Gespinnste selbst verweben wollen.
In Deutschland haben die halbwollenen Fabrikate von N. Reichen -heim & Sohn •(Wüste-Giersdorf) schon hei früheren Ausstellungenrühmliche Erwähnung gefunden. Dieses Haus, Spinnerei, Weberei und
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