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1 (1874)
Entstehung
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Erste Section.

S c li a f* w o 11 w a a r e n.

Die Wollwaarenfabrikation bildet, wenn ibr auch die Baumwoll-industrie an Umfang überlegen ist, doch den interessantesten undnächst jener den wichtigsten Theil der Textilindustrie. Sie ist vorAllem das Feld, auf dem sich die Intelligenz des Fabrikanten, seinekünstlerische Bildung und technischen Kenntnisse am ausgiebigstenentfalten können und befindet sich mit dem Wohlstände der Völkerin steter Ausdehnung. Die Wollwaarenindustrie ist in den meisteneuropäischen Ländern zum Theil neben der Leinenindustrie dernationalste Industriezweig; von Alters her bildete die Gilde der Tuch-macher und Gewandschneider eine der angesehensten der zünftigenVereinigungen und hat auch in politischer Beziehung sich Geltung undEinfluss zu verschaffen gewusst. Die mechanischen Erfindungen unse-res Jahrhunderts haben sich schwerer als in der BaumwollindustrieEingang in die Wollwaarenindustrie verschaffen können und sind inihr zum Theil auch heute noch nicht vollständig eingebürgert. Esrührt dieses einerseits daher, dass das verwendete Rohmaterial häufigeinheimisches Product ist, das, so lange es die Concurrenz erlaubte, aufHandspindeln versponnen wurde; andererseits sind die für Wolle ge-eigneten Spinnmaschinen jüngeren Datums als die nunmehr ein Jahr-hundert alten Baumwoll - Spinnmaschinen. Indessen hat die mechanischeWollspinnerei, besonders mit der zunehmenden Benutzung fremdländischerWollen, ausserordentlich an Ausdehnung gewonnen und hat heute dieHandspinnerei so gut wie vollständig verdrängt. Anders ist es mitder Weberei. Der mechanische Webstuhl, dessen Hauptvorzüge in derschnelleren und gleichmässigeren Arbeit bestehen, eignet sich haupt-sächlich für glatte Massenartikel, wogegen viele Zweige der Woll-waarenindustrie mit complicirten technischen Vorrichtungen dieseVortheile nicht genügend auszunutzen im Stande sind. Es hat sich