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1 (1874)
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Gruppe IV. Nahrungs- und Genussmittel etc.

Darnach berechnet sich der durchschnittliche Jahresertrag der dreiDepartements auf 1 249 316 Hl.

Unter den 77 ausgestellten Proben befanden sich 55 Weiss- und22 Rothweine von 36 Ausstellern. Von den ersteren waren 12 Ries-linge, 11 Tokayer, Muscateller und 1 Strohwein und 27 ohne nähereBezeichnung.

Die Gemeinden Reichenweyer und Rappoltsweiler standen mit ihrenWeinen unter denen Elsass-Lothringens in erster Linie, die 1857er und1858er, 1857er Tokayer, 1868er Muscateller, 1862er Strohwein undeinige Rothweine der ersteren, ferner der 1834er Tokayer, 1865erZahnacker und 1870er Weissweine der letzteren erwiesen sich als sehrgut. Ebenso sindnochzu erwähnen: J. Bendele zu Egisheim (1865erTokayer), Gebrüder Ahrensmeyer in Strassburg (1868er TürkheimerRother und 1868er Riesling von Reichenweyer), J.Vogel-Geyl (1865erRiesling), J. H. Sattler (Edelwein), D. Berger (1870er), sämmtlich zuBeblenheim, Huot inDevant les Ponts (1865er), schliesslich Frau Bil-landel in Lessig und Mathien in Sey, beide mit Rothweinen.

Deutsche Schaumweine.

Bereits wurde im deutschen Specialkataloge des blühenden Standesund des wohlthätigen Einflusses auf die Weinproduction gedacht, welchedie Schaumweinfabrikation in Deutschland erlangt hat. In 50 Fabrikenwerden jetzt circa 4 Millionen Flaschen Schaumweine aus 30 000 IIIWein erzeugt und bei dem grossen Absatz der allerwärts geschätztenFabrikate im Auslande, lässt sich eine erhebliche Steigerung der Pro-duction mit Sicherheit erwarten. Jetzt consumirt bereits England etwa2 Millionen Flaschen, die dritte Million geht nach Amerika, Australien,Indien, Russland u. s.w., so dass für den inländischen Verbrauch 1 MillionFlaschen sich ergeben. Nach den Ergebnissen der Ausstellung wurdeeinstimmig anerkannt, dass die Fabrikation in Deutschland bedeutendeFortschritte gemacht und vorzügliche Leistungen aufzuweisen hat. Diedeutschen Schaumweine theilt man am zweckmässigsten in zwei Classen,nämlich in solche, deren Charakter dem der französischen gleichkommt,und in solche, welche aus Rhein- oder Moselweinen bereitet, sich durchdas Bouquet derselben auszeichnen. Beide Arten, nämlich die ersterevorzugsweise aus Süddeutschland, letztere vom Rheine und der Mosel,zusammen von 24 Ausstellern gesendet, gelangten in zum Theile vor-züglichen Proben zur Prüfung und fanden bei der Jury grossen Beifall.Von den süddeutschen Schaumweinen wurden namentlich von der Jury,derenMitglieder aus England, Frankreich, Italien, Oesterreich und Deutsch-land bei dem Versuchen anwesend waren, einstimmig die von F. A.Siligmüller in Würzburg vorgeführten Proben als ganz vortrefflich