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Gruppe, I. Bergbau und Hiittemvesen,
U eher sicktskarte der Hüttenanlagen von J. 0 n d e r k a und ei ne graphisch eDarstellung des Quecksilberhütten- und Zinnoberfabrikationsbetriebes(Menge der verarbeiteten Erze, daraus erzeugten Quecksilbers undZinnobers, und der dafür erzielten Preise) in den Jahren 1801 bis 1872von A. Exeli vor. Aus letzterer ergiebt sich vor Allem eine auffallendeSteigerung des aufgearbeiteten Erzquantums seit 1842, in Folge derEinführung der Alberti’sehen horizontalen Flammöfen, welche einegrössere Menge armer Erze zu verhütten gestatteten; die Preise währendobiger Periode schwankten für Quecksilber zwischen 74 bis 275 fl.,für Zinnober zwischen 120 bis 294 fl., als Durchschnitt bezüglich 162und 174 fl. ergebend; die Preise der letzten Jahre stehen denen derfrüheren nach. Die Meuge der seit 71 Jahren verarbeiteten Erze be-trug rund 11 Mill. Centner, der'Werth des seit 50 Jahren erzeugten Queck-silbers 28 Mill. Gulden österr. Währung. Nicht minder interessant waren31 Detailzeichnungen der Berg- und Hüttenanlagen. Ausser den bereitsbekannten Alberti’schen horizontalen Flammöfen und den Schachtöfennach Art des Vallaltaer Ofens, wovon jene arme Griese (mit durch-schnittlich 1‘5 Proc. Quecksilber), diese arme Stufferze (mit durchschnitt-lich 1'3 Proc. Quecksilber) verarbeiten, sind seit 1870 und 1871 eingepanzerter Flamm- und Schachtofen mit Schenkelröhreneondensationnach Angabe von A. Exeli erbaut worden, bei welchen durch zickzack-förmig auf- und niedergehende eiserne Röhren eine vollständigere Ver-dichtung der Quecksilberdämpfe erreicht wird. Auf der neuen Erz-brennhütte geschieht voii 1869 an die Zugutemachung reicher 10Proc.baitiger Erze unter Zuschlag von 15 Proc. Kalk weit vortheilhafterals in den älteren Oefen in Muffelöfen nach J. Toman und A. Exelimit je zwei zu beiden Seiten der Feuerung liegenden eisernen Muffeln,aus denen die Dämpfe nach unten abziehen. Eine ebenfalls von letz-terem construirte Stupppresse dient zur mechanischen Abscheidung desQuecksilbers aus dem Stupp. Dieses Material, welches als Hauptpro-duct bei der Destillation armer Erze und als Nebenproduct bei der vonreichen Erzen entsteht, enthält 60 bis 90 Proc. Quecksilber; es wirdvor dem Pressen mit Kalk versetzt, und kommen schliesslich die etwa20 Proc. Metall noch zurückhaltenden Stupppresslinge in den Muffel-öfen zur Verarbeitung.
Für die Zinnoberfabrikation verwendet man, wie aus den Zeich-nungen ersichtlich war, die bereits bekannten Apparate, nämlich Fässer-Amalgamirwerke zur Mobrbereitung, Ziimobersublimiröfen mit guss-eisernen Kolben, thönerneni Helm, Vorstoss und Vorlagen, endlichMühlen mit horizontalen Läufern zur Erzeugung von Vermillon undStückzinnober. Eine sehr reichhaltige, schön geordnete Zusammen-stellung der Erze mit den Nebengesteinen, sowie der verschiedenenHüttenproducte und Fabrikate illustrirte den ganzen Betrieb, auf dessenBedeutsamkeit die Besucher der Ausstellung durch einen grossen Kessel