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1 (1874)
Entstehung
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82
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Gruppe I. Bergbau unil Hüttenwesen.

von Alters her sind auch noch heute Falun und Ätvidaberg die wich-tigsten Kupfergruben. Ausser dem in letzterer Zeit bei Wirum inKal-mar-Län angelegten Kupferwerke, welches das chlorirende Rösten derErze und die Präcipitation des Kupfers aus dem ausgelaugten Kupfer-chlorid vermittelst Eisens bez.weckt, ist auf allen anderen Hütten desLandes die alte Gewinnungsmethode, Verschmelzen auf Rohstein, Roh-kupfer und Garmachen oder Raffination üblich. Stora KopparbergsBergwerksgesellschaft zu Falun hatte ihre Erze, Aufbereitungs- undHüttenproducte gesendet, unter denen sich auch Kupfervitriol von derEntsilberung des Schwarzkupfers mittelst Schwefelsäure, Eisenvitriolund Eisenroth aus den verwitterten Kiesen, und als Nebenproduct beider Erzröstung gewonnener Schwefel befanden.

Norwegen exportirte 1871 676 000 Ctr. Kupfererze und stelltselbst jährlich etwa 10 400 Ctr. Garkupfer auf 11 Hütten dar. Diebedeutendste derselben ist Röras, welche schon 1644 angelegt, einengrossen Reichthum an Erzen mit 7 bis 8 Procent Kupfer besitzt undjährlich 2000 bis 3000 Ctr. Kupfer producirt; ausserdem sind noehAlte-ner Kupfer werk in Finnmarken, wo man nach englischer Me-thode arbeitet, und Vi g n a e s Kupferwerk im Stavanger Amte bemerkens-werth. In Wien waren die beiden zuerst genannten Hütten durch kleineCollectionen ihrer Rohmaterialienerzeugnisse, Vignaes nur durchseine Bergwerksproducte, darunter ein 10 000 Pfund schwerer Schwefel-kiesblock, vertreten.

Die österreich-ungarische Monarchie, reich an Mineral-schätzen aller Art, welche einer zukünftigen grossartigen hüttenmän-nischen Entwickelung des Landes als Basis dienen können, besitztnamentlich im Königreiche Ungarn reichlichere Mengen von Kupfer-mineralien, vor Allem im Montangebiete von Oberungarn und Schem-nitz-Kremnitz, sodann in dem von Nagybänya, Siebenbürgen und demBanate. Dieselben finden sich häufig in Begleitung von Gold, Silber,Quecksilber,'Blei, Antimon, Nickelund andere Metalle führenden Erzen,wodurch die Verhüttung an manchen Orten ziemlich complicirt wird.Im Kaiserstaate Oesterreich beschränkt sich ülie Kupfergewinnung aufSalzburg, Tyrol, Krain und die Bukowina. Seit 1867 hat sich dieKupferproduction vermindert und ist im Ganzen verhältnissmässigwenig erheblich. Es erzeugte nämlich 1871 Ungarn 22 762 Ctr. Kupferund 553 Ctr. Vitriol, im Werthe von 1 080 000 Gulden, Oesterreich7514 Ctr. Kupfer und 2393 Ctr. Vitriol im Werthe von 394 000 Gulden.

Unter den ungarischen Werken begegnen wir als den bedeu-tendsten dem der Oberungarischen Waldbürgerschaft in Iglo,einer 1835 durch die Bemühungen des Grafen G.-Andrassy gegrün-deten Genossenschaft von Grubenbesitzern, die gemeinsam in der Georgs-hütte, Phoenixhütte und Stephanshütte ihre Erze verschmelzen und denVerschleiss der gewonnenen Producte betreiben. Die ersten beiden