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1 (1874)
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Erzaufbereitung.

Der Ingenieur Helbordt hat in der russischen Abtheilung einVerfahren durch Zeichnungen vorgeführt, wonach er den leinen Kohlen-staub, durch die Feuerroste gefallene Cinder,. nachdem sie von Aschedurch einen Waschprocess befreit sind, die Lösche aus den Koks-anstalten zu Briquettes' verarbeitet. In einem Cylinder wird der Staubdurch eine archimedische Schraube mit 1 / 1 o Kalkwasser gemengt, wäh-rend durch einen ‘in der Cylinderwandung' circulirenden Dampfstromdie Masse erwärmt wird, wodurch ein Theil der im Kohlenstaub be-findlichen bituminösen Stoffe eine Verkittung der ganzen Masse bewirkt,welche man unter eine Presse bringt, um die Feuchtigkeit zu entfernenund den Briquettes die bestimmte Form zu geben.

In der preussischen Rheinprovinz ist es gebräuchlich, dass dieConsumenten die bezogenen mageren Kleinkohlen durch Vermischenmit Lehm (Klüten) zum Hausbrand geschickt machen. Die Vereini-gungsgesellschaft im Wurmrevier mischt die Staubkohlen mit 15 bis 20Proc. Lehm und streicht daraus Ziegel, welehesie in den Handel bringt;solche Steinkohlen - Lehmziegel fanden sich in der Aachener Col-lectivausstellung.

Die Braunkohle wird vielfach, so namentlich im Bezirk des Ober-bergamts zu Halle, zu Presssteinen verarbeitet. Eine solche Braun-kohlenpresse von.Schmelzer ist durch Zeichnungen bei der halle-schen Collectivausstellung von Braunkohlenvorkommen dargestellt.

XIII. Erzaufbereitung.

Modelle und Zeichnungen von Erzaufhereitnngsapparatensind nur wenige zu erwähnen. In der Ausstellung des k. k. österrei-chischen Ackerhauministeriums findet sich für die Aufbereitung dersilberhaltigen Bleierze von Przibram eine Mittelkornsetzmaschinein natürlicher Grösse zum Setzen von Schliech von 1 bis 4 nun undGraupen von 4 bis 21 mm Korn, welche mit Wassercirculation undSchraubenaustragung für die Berge .versehen ist; der Kolbenhub istverstellbar von O'OO bis 0.05 m; ferner im Modell ein contiiuiirlicherStosslierd von Rittinger, bei welchem an zwei gusseisernen Stän-derpaaren das schmiedeeiserne Herdgerippe mittelst Haken aufge-kängt ist, die Herdverschalung besteht aus weichem Holz mit Gummi-überzug, an deren Stelle Marmor- oder Schieferplatten treten sollen;es werden darauf 0'063 km bis 0'126 km Mehl in der Stunde verwa-schen, wobei die Schlieche auf 60 bis 70 Proc. gebracht werden. — Inder französischen Abtheilung ist ein Waschherd von Allain und Ri-viere-Dejean zum Waschen goldhaltigen Sandes ausgestellt.Derselbe besteht aus Holz, ruht auf vier Rädern, um an jede Stelle, wo

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