Druckschrift 
1 (1874)
Entstehung
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Erste Section.

A. Berg h a u.

I. Geologische Kartenwerke.

Mehr und mehr dringt überall die Ueberzeugung durch, dass ein ra-tioneller Bergbau, das Aufsueben und das weitere Verfolgen nutzbarer Mi-neralien nur möglich ist, wenn die geologische Bildung des Landes gründ-lich durchforscht und die Beobachtungen auf allgemein zugänglichen Kartendem grossen Publicum in die Hand gegeben werden. Bereits in dem Be-richte über die Pariser Ausstellung vom Jahre» 1867 (S. 156 ff.) sind aus-führliche Mittheilungen gemacht über die Bestrebungen nach dieser Rich-tung in den einzelnen Ländern, wie sie theils von den Staatsregierungendurch staatliche Institutionen, theils von Vereinen und einzelnen Personengefördert und gej)flegt wurden. Seit jener Zeit sind von neuen derartigenStaatsanstalten hervorzuheben das königl. ungarische geologische Insti-tut zu Buda-Pest, welches auf ganz ähnlichen Grundlagen beruht, wie diek. k. geologische Reichsanstalt zu Wien, ferner die königl. preussischegeologische Landesanstalt zu Berlin, welche zwar erst 1873 als einselbständiges Institut ins Lehen getreten ist, aber in seiner Organisa-tion im Grossen und Ganzen bereits bestanden und segensreich gewirkthat, endlich the geological survey office zu Calcutta, welches, ähnlichorganisirt wie das berühmte Institut im Mutterlande, Vortrefflichesleistet.

Leider ist England auf der Ausstellung mit den ausgezeichnetenArbeiten seiner Geologen unvertreten geblieben, dagegen hat die imJahre 1849 gegründete geologische Reichsanstalt zu Wien (undzwar in der österreichischen Abtheilung für Unterrichtswesen) ihre vor-trefflichen Karten ausgehängt, wovon hervorzuheben sind die von demDirector der Anstalt, Franz Ritter von Hauer, bearbeitete geologischeUebersichtskarte der österreichisch-ungarischen Monarchie im Maass-stabe von 1: 576 000, die geologischen Uebersichtskarten einzelner Länder-complexe, welche nach älteren Aufnahmen in verschiedenen Maass-stäben aus freier Hand colorirt sind, sowie die geologischen Special-