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1 (1874)
Entstehung
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Allgemeines.

gefunden, obwohl sie in neuerer Zeit die gerechte Aufmerksamkeit desAuslandes auf sich gezogen haben. Im Inlande ist die Verarbeitungder Eisenerze nur erst eine beschränkte, da es mit Ausnahme dersüdlichsten Provinz Schonen an fossilem Brennmaterial fehlt und dieWälder bereits stark gelichtet sind, auch mangelt es sehr an Commnni-catioftsmitteln. Erst jetzt, wo sich das Eisenbahnnetz ausdehnt, fängtman an, den Hüttenbetrieb auf grösseren Werken zu concentriren unddiesen Industriezweig einer grossem Entwickelung zuzuführen. Selbst-redend stellt man bis dahin, meistens in niedrigen Oefen, nur IIolz-kohlenroheisen dar, welches in Ileerden nach der Methode von Lanca-shire oder auch nach der der Wallonen gefrischt wird; der Puddelprocessfindet sich nur erst in geringer Ausdehnung. Unter diesen Umständenund bei der vorzüglichen Beschaffenheit der Erze, welche eine sehrzweckmässige Mischung im Hochofen zulassen, bei ihrem hohen Gehalte,bei ihrem Manganreichthum und ihrem fast verschwindenden Gehaltan Phosphor, während der Schwefel durch sehr gute Röstmethoden be-seitigt wird, hat das schwedische Eisen auch auf der Ausstellung seinenalten Ruf bewährt. Der Bessemerprocess ist in Schweden seit seinemBekanntwerden eingebürgert und wird sehr gepflegt. Die Eisenerzeerscheinen als Magneteisenstein und Eisenglanz im Gneiss, Glimmer-schiefer und Urkalk als Lager oder Stockwerke mit einem Gehalt von30 bis 70 Procent, im Durchschnitt von 45 Procent; sehr kalkreicheErze werden auch mit 20 Procent Gehalt als Zuschlag zu quarzhaltendenErzen verhüttet, während andere, z.B. die von Dannemora, gar keinerGattirung bedürfen. Steinkohlen kommen nur in beschränktem Maassein der Provinz Schonen vor und sind in letzter Zeit durch eine Bohr-gesellschaft mehrfach aufgeschlossen; sie scheinen der Juraformation zuentstammen und eignen sich kaum zur Koksfabrikation. Von son-stigen Mineralien sind die bedeutendsten die Kupfererze von Falunund Atvidaberg, welche zum Theil durch den Chlorprocess und Cemen-tirung zu Gute gemacht werden, während man an anderen Orten nochdie alte Kupfersteinmethode und Verschmelzung desselben zu Roh- undGarkupfer beibehalten hat. Silberhaltiger Bleiglanz findet sich nur ingeringer Ausdehnung, die Silberdarstellung erfolgt in dem bekanntenWerke von Sala. Zinkblende wird bei Ammeberg gewonnen undvon der Gesellschaft Vieille Montagne ausgeführt. Auch Nickelerzewerden zu Kopparberg-Län zu Gute gemacht, wovon Proben ausge-stellt sind. Hervorzuheben bleiben auch hier die in neuerer Zeit her-vortretenden Bestrebungen zur geologischen Erforschung des Landes.

12. Norwegen, obgleich reich an nutzbaren Erzen, hat keinen grossenBerg- und Hüttenbetrieb aufzuweisen. Mineralische Brennstoffe fehlenihm gänzlich, so dass es an dem bewegenden Agens zur Entfaltung derBergwerksindustrie fehlt. Die Schaustücke, welche von dem Silberwerk