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Gruppe I. Bergbau und Hüttenwesen.
Spaniens in Gemeinschaft mit anderen Landesproducten in einem be-sondern Pavillon an der Südseite des Hauptgebäudes ausgestellt worden.Leider befand sich, als die Jury erst am letzten Tage ihrer Besicktigungs-thätigkeit den spanischen Pavillon besuchte, die Ausstellung noch ineinem so wenig geordneten Zustand, dass ein Einblick in deren Bedeu-tung gar nicht gewonnen werden konnte. Dennoch hatte man Gelegen-heit, die berühmten Kupfererze aus der Provinz Huelva, dem südwest-lichsten Theile Spaniens, sowie die Quecksilbererze von Almaden vollständigwürdigen zu können. Die Kupfererze, welche schon von den Römerngebaut wurden, treten in einem schwarzen Thonschiefer (von Ferd.Römer in allerneuester Zeit als zur Culmformation gehörig erkannt)auf; es sind Schwefelkiese, welche zwischen 1 / 2 bis 25 Procent Kupferenthalten und durch eine Ueberdeckung von Brauneisenstein leichtkenntlich sind. Sie sind in grosser Längen- und Tiefenerstreckungbekannt und werden bei Tharsis von einer englischen Gesellschaftbereits in grossem Maassstabe ausgebeutet; die Werke von Rio Tinto,welche bis jetzt von der spanischen Regierung betrieben wurden, sinderst in neuester Zeit an eine englisch-deutsche Gesellschaft übergegangen.Von beiden Punkten lagen der grossen Bedeutung der Lagerstättenentsprechende Probestufen aus, welche durch ihren grünen, erdigen,malachitischen Ueberzug den Kupfergehalt bekundeten. An Ort undStelle werden die Erze geröstet und durch Cementirung wird aus ihnendas Kupfer gewonnen. Der grössere Theil der Erze von Tharsis wird— und von Rio Tinto soll es in gleicher Weise geschehen — nachEngland verfrachtet, dort auf Schwefelsäure verarbeitet, worauf dieRückstände auf Kupfer, Silber und Eisen zu Gute gemacht werden. Inder Kake von Tharsis bei dem Städtchen Alosno treten als Contactlagerin Nestern zwischen dem Thonschiefer und Quarzablagernngen Mangan-erze (Pyrolusit) auf, welche von dem deutschen Consul in Huelva, demHerrn Sundheim, ausgestellt sind. — Die hochberühmten Quecksilber-gruben von Almaden waren durch ausgezeichnete Stufen von Erzen,durch klare und übersichtliche Grubenpläne sowie durch ein lehrreichesModell eines Quecksilberdestillirofens vertreten.
Noch zu erwähnen dürften die Proben des durch Tagebau gewon-nenen Steinsalzes aus Catalonien sein, während die übrigen Gegenständenicht geeignet waren, eine Anschauung von dem sonstigen Bergwerks-betriebe zu gewähren.
8. Wie England, so hat es Frankreich, verschmäht, einen Ein-blick in seine mineralischen Schätze, deren Gewinnung und Verarbeitungzu geben; man hat sich deshalb auch begnügt, einen Theil der aus-gestellten Gegenstände an einem Nebenpunkte der Maschinenhallenntergebracht zu sehen. Hervorzuheben bleibt die in jeder Beziehungvollständige und ausgezeichnete Ausstellung von Schneider zuCreuzot,