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Gruppe II. Forst- und Landwirtliscliaft.
gen, zur Veranschaulichung der dortigen verschiedenen landesübli-chen Systeme bei der Rebenerziehung ausgestellt hat. Sie bestandentheils im kurzen, theils im langen Zapfenschnitt, sowie im Bogenschnittund Winkelzugschnitt mit alljährlich zu erneuerndem oder auf kurzeZapfen zu schneidendem Bogen, an Drahtgestellen oder an Weinpfählen.
In Gefässen gezogene Reben mit Blätterschmuck und Früchtenwaren auf der letzten temporären Ausstellung und zwar aus der Ofe-ner Landesrebschule durch deren Director I)r. Franz E 11 tz undvom Prediger Tvovacs zu Batorkesz in bedeutender Anzahl vorhanden.
Erwähnt muss ferner werden die Sammlung von alten Stämmenvon Reben aus verschiedenen Weiuländern, unter denen auf 200 Jahregeschätzte Exemplare aus Lipida (Venetien), die von der nieder-österreichischen Landes-Obst- und Weinbauschule zu Kloster-neuburg veranstaltet und am Eingang zum Pavillon des k. k. österrei-chischen Ackerbauministeriums aufgestellt war. Hier befanden sichauch die ausgestellten Arbeiten der mit dieser Anstalt verbundenenChemisch - physiologischen Versuchsstation für Obst- undWeinbau, von denen die wichtigsten folgende sind: Culturversuchevon Reben in Kübeln und Glaskästen mit Holzkohle, Steinkohle, Haide-erde, Sand, Sägespänen, Marmor, Thon, Hobelspänen, entweder rein odergemischt. Vegetationsversuche mit verschiedenen Nährstoffflüssigkeiten.
Unter den sonst ausgestellten Lehrmitteln für Obstbauunterrichtverdienen genannt zu werden die vom Obergärtner Schuster derLandwirthschaftlichen Lehranstalt Weihenstephan angefer-tigten Obstbaumformmodelle und eine ähnliche Arbeit von E. Müller,dem Vorstande der kgl. KreisackerbauschuleRammhof inBayern.Nachahmungen von Früchten , zum Theil sehr gute, waren öfters aufder Ausstellung vertreten. Als das Schönste, was in dieser Art existirt,muss die Pomona artiß ciale itdiiana von Garnier-Valetti in Turinverzeichnet werden, nur dass für unsere Verhältnisse die Nachbildungennach Modellen, die unter einem günstigeren Klima gereift waren, etwasgeschmeichelt erscheinen.
Das eigentliche Product des Obstbaues, das Obst im frischen Zu-stande, war besonders auf den beiden letzten temporären Ausstellungenin sehr schönen Collectionen vorhanden, während auf der ersten imMai gut überwinterte Früchte ausgestellt wurden. Ebenso waren grüneGemüseproducte in reichen Sammlungen auf den temporären Ausstel-lungen.