VIII. JDte internationale Pferde-ausstellung.
Berichterstatter: Kreisthierarzt Dr. Dietrich.
Wenngleich die ausgestellten 461 Pferde der bedeutendsten undhervorragendsten Zuchten des europäischen Continents und von Afrikain den vorzüglichsten Exemplaren und Collectionen vorhanden waren,welche das Auge des Kenners in hohem Grade fesselten und befriedig-ten, so vermisste man doch die Betheiligung Englands, Belgiens, Däne-marks, Schwedens, Spaniens, die Vertretung der Staatsgestüte Frank-reichs sowie die amerikanische Zucht.
Die originale englische Zucht, von den Vollblutpferden biszu den Suffolks, Clydesdaler, Ponies etc. in all ihren für besondereZwecke gezüchteten Abstufungen und Eigentümlichkeiten würde nebender continentalen die europäische Pferdezucht in hervorragender Weiserepräsentirt und eine bedeutende Lücke in der internationalen Ausstel-lung ausgefüllt haben.
Neben der vortrefflichen Collection der durch den berühmtesten fran-zösischen Züchter Herrn de Laville ausgestellten Anglonormanenwäre die französische Zucht durch die Insassen der Staatsgestüte P i nund St. Lo in hervorragender Weise repräsentirt worden sowie dieschweren Pferde durch die weltbekannten Percherons und die Bel-gier, welche letzteren, die in ganz Südwestdeutschland den starkenZugdienst versehen, die norische Ausstellung in würdigster Weiseergänzt haben würden.
Auch das dänische und schwedische Pferd würde eine nichtunbeachtet gebliebene Stelle im Ausstellungsgebäude ausgefüllt haben,ersteres durch seine anerkannten - Leistungen als Gebrauchspferd undletzteres, wenn auch von geringem Mittelschlage, durch seine Festig-keit und Ausdauer.
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