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Gruppe II. Forst- uncl Lan&wirthschaft.
a) Stengelfasern.
1. Chinesisches Gras. Die Faser von Urticas. Boehmeria nivea ,exedicans, palmata.
2. Ramiehanf, Boehmeria tenacissima , durch Feinheit, Glanz undleichte Verspinnbarkeit vielfach in der Leinenindustrie verwendet.
3. Jutehanf, von der einheimischen Linde, Corchorus tcxtilis, oli-toris und capsularis in den Niederungen von Ostindien und China,Algier, Ertrag 20 bis 30 Ctr. einer zu starken groben Packtuchenverwendeten Faser.
4. Bombayhanf von Iiibiscus cannabinus besonders zu Tauwerkin England verwendet.
5. Ginsterhanf von Genista junca. VonDesiderioManiniinFlo-renz durch patentirteBöstedargestellteFaser, leichter aber stärker als Hanf.
b) Blattfasern.
Aloehanf von Agave americana und foetida.
Manilahanf von Musa sapientium und paradisiaca. Beide Fasernwerden aus den Blattstengeln gewonnen, Faser grob aber sehr stark.Verwendung in der Seilerei.
Neuseeländischer Flachs aus Phormium tenax, einer in Neu-seeland einheimischen Gespinnstpflanze. Faser aus dem Blatt durcheine Reinigungsmaschine, „Stripping machine' 1 , erhalten. Die so gereinigteFaser wird nunmehr in Bündeln von jeweils 20 Blättern mit der Handgewaschen und während zweier Stunden in Wasser geweicht, hieraufgetrocknet und gehechelt und gelaugt und so in Ballen verpackt inden Handel gebracht, wie solche in grosser Anzahl in der AbtheilungNeuseeland von Dumerque & Place, Weikulru, Canterbury,Hunt Brothers, Aukland & C. Coulter in Bienheim (Marlborough)und besonders vom C o 1 o n i a 1 m u s e u m W e 11 i n g t o n und Anderen in ihre nverschiedenen Zubereitungsstadien unter der Bezeichnung:
B. 1. Ballen, abgezogen, gewaschen und gebrochen
B. 2. „ nur abgezogen und gewaschen,
B. 3. „ abgezogen, gewaschen und gehechelt,
B. 4. „ abgezogen, gewaschen und gebleicht,
ausgestellt sind.
Die Faser ist ziemlich fein, ähnlich der Hanffaser, nur etwas härter.Die Farbe je nach ihren Zubereitungsstadien gelblich weiss bis ganzweiss mit Silberglanz.
Einen hervorragenden Platz unter diesen Gespinnstfasern nehmenschliesslich die zur Familie der Gramineen zählenden Faserpflanzen ein:
Macrochloa oder Stipa tenacissima und Lygeum spartum. BeidePflanzen wachsen wild unter dem 41. und 32. Grad nördlicher Breite