B. Landwirtliscliaft
/. Die La ndici/i i/t schaff im Allgemeinen.
Aus einem Berichte
des Generalsecretairs Prof. Dr. Peters in Posen.
Deutschlands landwirthschaftlicke Ausstellung prädominirte ineiner Beziehung entschieden vor allen anderen Ländern, insofern sie er-kennen liess, dass in Deutschland sowohl von Seiten der Regierungen wievon Seiten der Privaten der wissenschaftlichen Begründung und Förde-rung der Land- und Forstwirthschaft die grösste Aufmerksamkeit gewid-met wird. G;ah sich dies einerseits in den Ausstellungen der staatlichenInstitute, der Museen , Lehranstalten und Centralstellen, zu erkennen,die durch ihre glänzende Ausstattung mit Lehrmitteln etc. ein schönesZeugniss von der Munificenz der Regierungen ablegten, so zeigtenandererseits die Ergebnisse von Specialstudien der Docenten sowiemancherlei zerstreute Notizen unter den anderen Gegenständen denregen Eifer für die Fortbildung der Wissenschaft, und die Würdigung,welche dieselbe bei der Praxis findet.
Nur die österreichische Ausstellung stand in dieser Beziehungder deutschen nahe, besonders durch die anerkennenswerthe Betheiligungder dortigen staatlichen Versuchsstationen, wogegen in den anderenAbtheilungen nur vereinzelte Andeutungen für das Bestreben, dieLandwirthschaft als Wissenschaft zu fördern, gefunden wurden. Frank-reich brillirte dagegen mit seinem System der staatlichen Ehrenpreise,dem man nachzusagen pflegt, dass es dem Charakter der Franzosen sehrgut entsprechen soll.
Die Direction d’Agriculture de France hatte übrigens in Bü-chern, Abbildungen, Karten und Plänen manches Selienswerthe ausgestellt,und ebenso enthielt die französische Abtheilung schöne Bodenerzeugnisse,