Section III. Chirurgische Technik u. Instrumente. 559
der Nadeln dient. — An den für die Ovariotomie bestimmten dickenTrocars sind mehrfach Vorrichtungen zur Fixirung der Cystenwandund zur Verhütung des Danebenfliessens des Cysteninhaltes angebrachtworden; so von Collin, Mathieu, Panas in Paris, Küchenmeisterin Dresden. Ebenso lagen mehrere Modificationen der Klemmen oderClamps vor; ferner Zangen von Pean, theils zur unblutigen Durch-quetschung, theils zum Durchbrennen von Adhäsionen bestimmt. —Von anderen gynäkologischen Apparaten waren Pessarien und Ilyste-rophore begreiflicherweise in einer Reihe von Varianten vorhanden.
VIII. Geburtshülfliehe Instrumente. Unter den ausgestell-ten verschiedenen Geburtszangen befanden sich auch die von Chas-sagny und Roussel in Genf, bei denen beiden die Zugkraft der Armedes Operateurs durch eine continuirlich wirkende Schraubenkraft er-setzt ist. Ausser einigen anderen Verschiedenheiten differiren beideInstrumente durch die Wahl ihrer äusseren Stützpunkte; dieselbensind bei dem ersteren unterhalb der Knie der Kreissenden, bei demletzteren an den Trochanteren und Sitzbeinen derselben, offenbar vielzweckmässiger, gewählt. Neben den zahlreichen Kephalotriben fandensich mehrere Modificationen von Van Huevel’s „ forceps-scie näm-lich die Anbringung einer doppelten Kettensäge durch Collin und dieCombination eines Kephalotribe mit einer „ forceps-scie “ durch Ma-thieu.
IX. Apparate für Knoehenbrüche und Verrenkungen. ZumGebrauch fertig präparirte Gypsbinden, in Blechbüchsen verpackt, wa-ren von Scho rer in Lübeck, eine Maschine zum Imprägniren der Bin-den mit Gyps, eine Modification der van de Loo’sehen, von Wy-wodzew (Russland), Drahtschienen aller Art für die verschiedenstenKörpertheile in grosser Auswahl von Mulatier-Silvant in Lyon aus-gestellt. —- Reductoren zur Einrenkung veralteter Luxationen, zumErsätze des Flaschenzuges oder anderer mechanischer Extensionsvor-richtungen fanden sich von Mathieu und Robert und Robert &Collin in verschiedenen Construetionen vor; auch für die bekannteZange zur Reposition von Fingerluxationen gab es wieder eine neueModification.
X. Operationstische, Geburts-, Krankenstühle und -Bet-ten, Kinderwiegen und -Wagen, Apparate zu Zimmerbädernund zur Zimmergymnastik. Operationstische fanden sich in denmeisten Abtheilungen, bemerkenswerth war der von Paz (Frankreich);unter den Geburtsbetten ein tragbares von Cavelli in Faenza; Kranken-betten, namentlich zur Behandlung von Kranken mit Deculeitus, oderzur Verhütung eines solchen, zum Theil mit Hebevorrichtung verbun-