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Section III. Chirurgische Technik u. Instrumente.
lypen aus demselben, endlich an Scliallconductoren für Schwerhörige(darunter die bekannten Vorrichtungen verschiedenster Form von C. F.Rein & Sohn in London) wenig Bemerkenswerthes dar; zu erwähnenist aber Bonnafont’s und Mathieu’s „ trepan de la membranc dutympan laissant un oeillet en aluminium “.
VI. Instrumente- für die männlichen Harn- und Ge-schlechtsorgane. Die bekannte Vorliebe, welche französische Chirur-gen und Instrumentenmacher für die Erfindung von Instrumenten die-ser Gattung haben, erklärt es, dass dieselben sich in reichster Auswahlund von den verschiedensten Constructionen auf der Ausstellung be-fanden. — Was zunächst die Erkrankungen der Harnröhre betrifft,so lag von Collin eine Vereinfachung des Desormeaux’schen Endo-skopes vor, dessen Beleuchtungsapparat auch für andere Zwecke ver-wendbar ist. Die Sonde von Collin zur Untersuchung der Harnröhreund Blase besteht in einer elastischen Bougie mit daran zu befestigen-den grösseren oder kleineren (nnmerirten) Metallknöpfen. Die in Pa-ris trefflich fabricirten elastischen Katheter und Bougies von Benas,Vergue & Chose, Galante etc. boten einige Neuerungen und Verbes-serungen dar, wie die Anbringung von Fischbeinstäben und Bleidräh-ten im Innern, um denselben etwas mehr Resistenz, namentlich in denSpitzen, zu geben, die Befestigung einer „bougie filiforme“ an der Spitzeeines konischen Gummikatheters; dieselbe dient diesem als Conductorund rollt sich, nachdem er in die Blase gelangt ist, zusammen, u. s. w.Unter den sehr zahlreichen, zur Ausdehnung, Ein- oder Durchschnei-dung, Zerreissung von Harnröhrenstricturen bestimmten Instrumentenbefanden sich als neu mannichfaltige, den verschiedenen Zwecken die-nende Instrumente von Corradi, Moreau, Wolf u. s. w. Von Ma-thieu lag eine zur Ausziehung fremder Körper aus der Harnröhre,auch aus grösserer Tiefe, brauchbare Zange vor. Die Aetzmittel- undMedicamententräger boten nichts Neues dar, dagegen fanden sich fürdie Lithotripsie einige neue Erfindungen, darunter ein transportab-ler und mehrerer Stellungsveränderungen fähiger Lagerungsapparatbei Ausführung der Operation von Reliquet, ferner Modificationender Steinzertrümmerungs-Instrumente von Demselben, Mathieu undAmussat, Collin (an letzterem eine starke Kettensäge zum Zersägendes gefassten Steines), sowie mehrere Veränderungen im Schloss, umdas Oeffnen und Schliessen der zum Zermalmen des Steines bestimm-ten Schraube möglichst zu erleichtern (Sir Henry Thompson, De-sormeaux, Collin). Zum Auspumpen der Steintrümmer nach derLithotripsie, namentlich aus einer Blase, der es an Muskeltonus fehlt,hat Maisonneuve einen Aspirator, nebst Glasrecipienten, angegeben.Das Gleiche sucht Chwat in Warschau durch einen Katheter, welcherdie fortgesetzte Irrigation der Blase zulässt, Leiterin Wien durch eine