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Gruppe XIV. Wissenschaftliche Instrumente.
eingeführt. — Die durch Dieulafoy neuerdings in Aufnahme gebrach-ten Aspirateurs, bekanntlich theils zu diagnostischen, theils zu thera-peutischen Zwecken bestimmt, waren in mehreren Varianten vorhanden,nämlich von Dieulafoy selbst der „ aspirateur ä encoche “, das ersteund ursprüngliche Instrument, der „ aspirateur ä cremaillere “ (Bewe-gung des Stempels durch eine Zahnstange) und der „ double aspirateur “(zwei dicht neben einander befindliche, durch dasselbe Zahnrad, aber inentgegengesetzter Richtung in Bewegung gesetzte Aspirateurs, vondenen der eine aufsaugt, während der andere die vorher aufgesogeneFlüssigkeit austreibt). Der Potain’sche Aspirateur, bei welchem nichtdie Spritze selbst, sondern eine zwischen dieser und dem Trocar ein-geschaltete Flasche die Flüssigkeit aufnimmt, ist bereits von Chwatin Warschau modificirt worden. — Als Aquapunetur wird ein be-hufs starker Revulsjon an der Haut anzuwendendes Verfahren bezeich-net, bei welchem durch einen von Mathieu construirten Apparat mit-telst eines ungeheueren Druckes die Haut durch einen haarfeinen Was-serstrahl durchbohrt wird.
II. Instrumente für die Mundhöhle und die Zähne. Zu-nächst war eine von Collin angegebene neue Art von Mundspiegelnzu gewaltsamer Eröffnung der Kiefer hervorzuheben. Unter den aufder Ausstellung zahlreich vorhandenen Zahn-Instrumenten warenbesonders zwei vortreffliche und sehr umfassende Sammlungen vonsolchen aller Art, wie sie zu den verschiedensten Zwecken in der Zahn-heilkunde überhaupt zur Anwendung kommen, sehr bemerkenswerth,die eine von Sam. White in Philadelphia, die andere von Ash & Söhnein London. Besonders zu erwähnen ist für die Manipulationen des Boh-rens und Plombirens Green’s elektrische Bohr- und Füllmaschine, die,jedenfalls nur in sehr beschränkter Anwendung, eine raschere Ausfüh-rung der Manipulationen ermöglichen soll. Mehrfach (z.B. von Char-les Abbey & Söhne in Philadelphia und Sam. White, fand sichBlattgold zum Plombiren ausgestellt; ferner Operationsstühle fürZahnärzte, die sich durch Eleganz und Zweckmässigkeit auszeichneten;so von Sam. White, Justi in Philadelphia, Ash, Grasech & Strä-ter in Frankfurt a. M.
III. Instrumente für Nase, Schlund, Kehlkopf und Luft-röhre. Von Instrumenten zur Untersuchung der Nasenhöhle vonaussen, von den Nasenlöchern her, namentlich zur Entdeckung vonNasenpolypen, lag von Duplay in Paris ein „speculum bivalve “ vor.—Für die Entfernung von Nasen - Rachenpolypen fand sich von Peanbehufs Anwendung seines „ morcellement “ auch auf jene ein Instrument,„damp-scie“, bestehend in einer starken Zange, die an ihren Brancheneine hin- und herzubewegende grobzahnige Säge trägt, um mittelst