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2 (1874)
Entstehung
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Gruppe XIV. Wissenschaftliche Instrumente.

von Duchemin angewendet und in einem anderen (Seiberl) die vonStampfer angegebene Compensation, bestehend aus einem Parallelo-gramme von Stahl, in dessen grosser Diagonale sich eine Zinkstangebefindet. Der ruhende Ankergang ist allgemein angewendet. Sehroft waren für solche Uhren brillante Stehkästen vorhanden, und derStehkasten hat für eine Jahruhr den Vortheil, dass er dem Gewichtenoch einen namhaft weiteren Fallraum gestattet, dasselbe also auch ingleichem Verhältniss leichter genommen werden kann, während sonstPendeluhren keine längeren Kästen erhalten, als das Pendel erfordert.Indessen waren auch einzelne Pendeluhren mit Secundenpendelund kürzerer Gangzeit ausgestellt, die keine unnöthigen Zierrathenan sich trugen und ihrer ganzen Arbeit nach Anspruch auf den Namenastronomische Pendeluhren machen konnten, so bei Marenzeller,obwohl sonst diese Bezeichnung in sehr verschiedenem Sinne gebrauchtwird, und meist bezeichnet, dass etwa die Uhr allerlei astronomischeAufgaben löst. Gangtabellen waren jedoch keiner derselben beigegeben.Ausserdem fand noch Heinrich Fischer sowohl für seine ausgestell-ten Uhren als für seine Bemühungen um die Ausstellung überhauptund die Gründung einer Uhrenmacherschule in Wien besondere Aner-kennung.

Auswüchse giebt es überall, als solcher ist doch wohl die häufigeAnwendung der Schraube ohne Ende zur Verbindung der Bäder zubezeichnen, besonders wenn sie auch das Steigrad führt.

Besonderen Künsteleien, wie etwa Uhren, welche die Zeit für ver-schiedene Orte der Erde zeigten oder dergleichen, widmete die Jurykeinerlei Aufmerksamkeit, so wenig als den reich ausgestatteten Kästenoder einer vergoldeten hölzernen Pendelstange. Oefter sind die Auf-hängefedern des Pendels etwas lang; in einigen Fällen haben Geh- uudSchlagwerk nur ein Gewicht.

Ausser Pendeluhren kamen hier auch vereinzelte Exemplare vonTaschenuhren, mit corrigirtem Datum, Taschenchronometer, schön ge-arbeitete Reiseuhren, deren einzelne Chronometerhemmung hatten, undControluhren vor.

Unter den bereits durch Zuerkennung von Medaillen ausgezeich-neten Arbeiten fand das Geschäft von Freitag darum besondere An-erkennung, weil es den Uhrenmachern auf mechanischem Wege produ-cirte Uhronbestandtheile und auch ganze Rädersätze um billigen Preisliefert und dadurch die Arbeitstheilung fördert. Aus demselben Grundeist Urban zu erwähnen, welcher beinahe für Alle die Uhrensteinelieferte. Marenzeller würde gemäss seiner Ausstellung wohl denersten Platz eingenommen haben, wenn derselbe nicht in seiner Eigen-schaft als Juror ausser Concurs gewesen wäre.

Bei der ausserordentlichen Gleichartigkeit der meisten ausgestell-ten Werke war es übrigens der Jury, abgesehen von den besonders